FAQ zum Auswandern in die USA

Wer plant auszuwandern wird sich erst über vieles informieren müssen. Besonders viele Fragen gibt es, wenn das Ziel einer geplanten Auswanderung die USA ist. Als Bloggerin zum Thema “Leben in den USA”, werden mir oft Fragen zum Auswandern gestellt.

Vor einiger Zeit hatte ich ein FAQ zu den USA veröffentlicht, das sehr gut bei meinen Lesern ankam, daher nun das FAQ zum Auswandern in die USA.

Vorab möchte ich klarstellen, dass ich zwar selbst in die USA ausgewandert bin und auch durch meinen Blog viel mit dem Thema zu tun habe, aber dennoch kein Profi in diesem Gebiet bin. Um dieses FAQ zu schreiben, habe ich mich gut informiert und der Artikel ist mit bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Außerdem werde ich nicht auf jedes wenn und aber eingehen, sondern die Antworten allgemein und kurz halten. Für mehr Informationen, Sonderfälle und Ausnahmen empfehle ich auf der offiziellen Seite von USCIS nachzulesen, oder einen Profi zu beauftragen.

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FAQ zum Auswandern in die USA

Als Bloggerin und Administratorin der Facebookgruppe Leben in den USA werden mir oft Fragen zum Thema Auswandern gestellt. Folgend die wohl am häufigsten gestellten Fragen bezüglich einer Auswanderung nach Amerika mit Antworten und weiterführenden Links für noch mehr Informationen.

Es ist nicht erlaubt, ohne Visum in die USA einzuwandern. Eine illegale Einwanderung kann zu einem Einreisebann führen.

Auf der offiziellen Seite uscis.gov kann man sich über die verschiedenen Visas informieren und ein Visum beantragen.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Visas, je nach Grund der Auswanderung. Viele Europäer, die auf Dauer in die USA auswandern, nutzen hauptsächlich die Visumskategorien Familienzusammenführung, arbeitsbasiertes Visum oder Investitorenvisum.

Einige versuchen auch ihr Glück in der sogenannten Greencardlotterie.

Natürlich müssen für diese Visas einige Anforderungen erfüllt werden.

Dies ist ein sehr umfangreiches Thema, dem ich einen extra Beitrag gewidmet habe. Dort sind alle Visas mit einigen Informationen und den offiziellen Links aufgelistet.

Die Greencard ist das Dokument zum Nachweis der Genehmigung für ein permanentes Leben und Arbeiten in den USA.

Der offizielle Name der Greencard ist „Permanent Resident Card“.

Gewinnt man in der Greencardlotterie, gewinnt man dadurch nicht automatisch eine Greencard, sondern kann dann die Green Card beantragen.

Die Social Security Number sind wohl die wichtigsten neun Zahlen, die man zum Leben in den USA benötigt. Amerikaner kürzen die Social Security Number gerne mit SSN ab.

Die Social Security ist ein Service für Rente, Medicare (Krankenversicherung für Rentner) und ein Hilfsprogramm für Behinderte.

Aber die Social Security Nummer wird auch als Identitätsnachweis genutzt. Dein Credit Score ist beispielsweise an deine Social Security Number gekoppelt.

Du brauchst eine Social Security Nummer, wenn du legal in den USA arbeiten willst. Eine Steuererklärung ist nur mit Social Security Nummer möglich. Aber auch für andere Dinge kannst du nach einer Social Security Nummer gefragt werden, zum Beispiel:

  • Bankkontoeröffnung
  • Wohnungssuche
  • Beantragung vom Führerschein
  • Handy/Telefon/Fernseh Service
  • Strom anmelden

Auch wenn man eine Social Security Karte erhält, ist es meistens ausreichend nur die Zahlen zu nennen. Die meisten Amerikaner wissen diese Zahlen daher auswendig.

Es ist allerdings anzuraten sehr vorsichtig mit diesen Nummern umzugehen. Geraten diese Zahlen in die falschen Hände, kann deiner Kreditwürdigkeit sehr geschadet werden, was zu vielen Problemen führen kann.

Mehr zur Social Security Number auf der offiziellen Seite.

Die USA und Deutschland haben ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen. Dadurch können alle Arbeitszeiten aus beiden Ländern für eine medizinische Rehabilitation oder den Rentenanspruch zusammengezählt werden.

Hast du beispielsweise schon in Deutschland gearbeitet aber lebst und arbeitest nun in den USA wird dir später beides zusammen ausgezahlt. Dies ist ein offenes Abkommen und gilt für dich sowie Hinterbliebene.

Auch Österreich hat ein ähnliches Abkommen mit den Vereinigten Staaten. Zur Schweiz habe ich dazu nichts gefunden, aber die Schweiz zahlt, soweit ich das gelesen habe, auch Rentenansprüche in anderen Wohnorten und Ländern in der jeweiligen Währung aus.

Die wichtigste Webseite für eine Auswanderung in die USA ist USCIS, der U. S. Citizenship und Immigration Service. Dort findest du die aktuellen Informationen zu den einzelnen Visas und auch die nötigen Formulare.

Der Visa Wizard auf der Seite von Travel.gov kann dir helfen herauszufinden, welches Visum für dich in Frage kommen könnte.

Ansonsten gibt es auch von mir hilfreiche Informationen. Unter dem Beitrag wirst du mehr Artikel zum Thema Auswandern finden. Besonders interessant sind:

Auch in meinem Podcast “Leben in den USA” gibt es oft Tipps zum Thema Auswandern.

In der Facebookgruppe “Leben in den USA” kannst du mit anderen Auswanderern Erfahrungen austauschen oder Fragen stellen.

Aktuelle Informationen kannst du auch im monatlichen Newsletter oder auf der Aktuell-Seite erhalten.

Eine Auswanderung ist eine große logistische Herausforderung und muss gut geplant werden.

In der Checkliste zum Auswandern findest du alles was du bei der Planung beachten solltest mit einer Checkliste zum Ausdrucken. Es gibt aber auch gute Online-Programme, mit denen man eine Auswanderung einfach planen kann.

Einiges ist bei der Wohnungs- bzw. Haussuche in den USA anders. In Wohnungsausschreibungen werden beispielsweise nur die Schlafzimmer angegeben, das Wohnzimmer gilt, außer bei Studios, als selbstverständlich. In den meisten amerikanischen Häusern sind die Küchenmöbel mit Herd und Kühlschrank schon eingerichtet und auch seine Kleidung kann man gleich in einen eingebauten Schrank aufhängen.

Bei der Wohnungssuche ist es auch üblich das vom neuen Mieter vor dem Vertrag erst ein Credit Score abgefragt wird und dir dafür eine Gebühr von ca. 30-50 verrechnet wird.

Es gibt einige deutschsprachige Makler/Realtor/Real Estate Agent in den USA, die dir gerne bei der Haussuche helfen. Es ist auch möglich ein Haus in den USA online zu kaufen.

In Deutschland wird deine Kreditwürdigkeit mit der Schufa bestätigt, in den USA gibt es dazu den Credit Score. Der Credit Score wird mit Punkten von 350 bis 850 gemessen. Je höher diese Punktzahl ist, desto besser ist die Kreditwürdigkeit. Bei einem Credit Score von unter 620 wird man als Risiko eingestuft.

Ein guter Credit Score ist vor allem wichtig, wenn du etwas auf Raten kaufen willst, aber kann auch für Handyverträge, Mietverträge oder Kreditverträge abgefragt werden.

Um für eine Person den Credit Score abzufragen, benötigt man die Social Security Nummer.

Einen guten Credit Score erhält man, pauschal gesagt, durch gutes Zahlverhalten bei Kreditkarten, Raten, Krediten usw. Da neue Einwanderer in den USA noch keine Rechnungen hatten, gibt es auch keinen Credit Score. Leider kann man von Deutschland aus noch nicht an seinem zukünftigem Credit Score arbeiten, da man da ja noch keine Social Security Nummer hat.

Wie viel Geld man für die Auswanderung in die USA braucht, ist eine die häufigsten gestellten Fragen. Leider kann ich diese Frage nicht so einfach beantworten. Dazu gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Wohin ziehst du und wie hoch sind dort die Lebenshaltungskosten, vor allem Miete?
  • Wie ist deine Lebensweise?
  • Wird dein Umzug von der Firma gestellt und du hast alle Möbel usw. mit dir, oder musst du alles neu kaufen?
  • Hast du in der neuen Heimat Kosten, die du so in Deutschland nicht hast, zum Beispiel Arztrechnungen oder hohe Kinderunterbringungskosten?

Vor allem wenn du nur mit einem Koffer auswanderst, muss alles vom Auto bis zum Dosenöffner neu gekauft werden, diese Kosten läppern sich zusammen. Zusätzlich sind die Maschen des sozialen Netzes in Amerika verglichen mit Deutschland sehr weit. Die meisten Hilfen greifen auch nicht für Einwanderer, die noch nicht länger als fünf Jahre legal hier wohnen. Daher sollte man in die Planung auch eine längere Krankheit oder Arbeitslosigkeit einplanen. Ich empfehle, wenn möglich das Geld für 1 Jahr leben auf der Seite zu haben, zusätzlich zu den Auswanderungskosten.

Pauschal gesagt würde ich sagen mindestens $100000 sollte man für die gesamte Auswanderung einplanen. Natürlich brauchst du mehr, wenn du hier deine eigene Firma aufbauen willst.

Ein wichtiger Punkt bei der Überlegung, ob man in die USA auswandert, ist die Krankenversicherung in den USA. Meine eigenen Erfahrungen zum Thema Krankenversicherung und Gesundheitsversorgung in den USA sind leider eher schlecht und damit bin ich nicht allein.

Das Thema Krankenversicherung in den USA ist sehr umfangreich und mit vielen … es kommt darauf an… gespickt, daher gibt es hier auf der Webseite einen ausführlichen Bericht dazu. Kurz und sehr pauschalisiert kann ich sagen, dass es meist am besten ist sich über den Arbeitgeber versichern zu lassen oder eine internationale Krankenversicherung abzuschließen.

Bei der Beantwortung dieser Frage scheiden sich die Geister. Im Prinzip musst du überlegen, ob es billiger ist, dies zu überführen oder neu zu kaufen und natürlich ob du es überhaupt in der neuen Heimat brauchst. Es macht beispielsweise wenig Sinn eine Schneeschaufel mitzunehmen, wenn man nach Florida zieht. Bei elektrischen Geräten, wie beispielsweise der heißgeliebte Thermomix, muss natürlich auch beachtet werden das der Strom und die Steckdosen anders sind. Man kann sich da zwar mit Adaptern behelfen, aber meistens ist hier die Antwort neu kaufen ist ratsamer. Ansonsten muss man natürlich auch Gesetze beachten, ob es überhaupt legal ist bestimmte Sachen mitzunehmen. Es ist beispielsweis nicht erlaubt Samen in die USA zu schicken.

Eigentlich kannst du hier in den USA fast alles kaufen, was es in Deutschland gibt, man muss nur wissen wo und natürlich mehr dafür zahlen. Da aber die überführungskosten sehr hoch sind ist das mehr zahlen meist das weniger zahlen.

Ich habe auch die Mitglieder der FB-Gruppe Leben in den USA befragt. Folgend die Antworten:

  • Persönliche Erinnerungsstücke
  • Oster- und Weihnachtsdekorationen, Adventskranz mit 4 Kerzen
  • Fieberthermometer in Celsius
  • Spätzlehobel
  • Eierbecher und -piekser
  • Trachten
  • Bierkrüge und andere Mitbringsel
  • Metrisches Werkzeug und Messgeräte mit dem metrischen System
  • Personen- und Küchenwaage
  • Sammelstücke, wie beispielsweise Käthe Kruse Puppen oder Hummelfiguren
  • Gewohnte Produkte/Lebensmittel für die Eingewöhnungsphase vor allem für Kinder und Haustiere
  • Federmappe, Füllfederhalter
  • Gute Geschirrhandtücher
  • Wäschespinne

Diese Frage bekomme ich gefühlt mindestens ein Mal in der Woche und nein, ich kann dies nicht beantworten. Um zu verstehen warum dies so schwierig zu beantworten ist sollte man wissen, dass es für amerikanische Arbeitgeber mit einigen Hürden verbunden ist Arbeitskräfte aus dem Ausland einzustellen. Der potentielle Arbeitgeber muss:

  • Einen Visumantrag stellen
  • eventuell für dich bürgen
  • Muss für das Visum nachweisen, dass er für diesen Job keinen Amerikaner einstellen kann
  • Es muss darauf gewartet werden bis und ob der Visumantrag genehmigt, wird

Falls das alles funktioniert, hat er einen Arbeitnehmer der vielleicht Kommunikationsprobleme wegen der Sprache hat und der sich auch erst mal kulturell akklimatisieren muss. Es ist also in den meisten Fällen einfacher und schneller einen Amerikaner einzustellen.

Zudem werden auch nicht alle Ausbildungen aus Deutschland in den USA anerkannt. Vermutlich ist der beste Weg so in die USA zu kommen, in einer Firma in Deutschland arbeiten, die Fachkräfte in ihre andere Filiale in den USA versenden.

Für Expats in den USA mit Greencard ist es möglich die amerikanische Staatsangehörigkeit zu beantragen, wenn:

  • 18 Jahre alt bei Antragstellung
  • Mit Permanent Resident Status (Greencardstatus) 3 Jahre wohnhaft für Greencardhalter durch Heirat, oder 5 Jahre wohnhaft für alle anderen Greencardhalter. Greencardbesitzer durch Heirat müssen immer noch mit dem Ehepartner zusammenleben und verheiratet sein.
  • Man soll bei Antragstellung mindestens die Hälfte der Zeit, die man die Green Card hatte, auch tatsächlich in den USA verbracht haben. Eine längere Abwesenheit von über 6 Monaten kann zu Problemen führen.
  • Wohnhaft im selben Staat/USCIS-Bezirk für mindestens 3 Monate vor der Antragstellung
  • Achtung der Gesetze mit dem sogenannten “Good Moral Character”
  • Bestehen des Civics- und Englischtests

Dazu gibt es einige Ausnahmen.

Mit dem Formular N-400 kann man die Einbürgerung (Naturalization) bei USCIS beantragen.

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