Steuererklärung USA: So machst du deine erste US-Steuererklärung mit Formularen, Fristen und Kosten (Stand 2026)
Wie du deine erste Steuererklärung in den USA abgibst, welche Formulare du brauchst und bis wann. Mit Ablauf, Fristen, Kosten und den typischen Fehlern von Deutschen.

Deine erste Steuererklärung in den USA reichst du beim IRS ein, der Bundessteuerbehörde, und zwar für das Vorjahr mit Form 1040. Für das Steuerjahr 2026 ist der Stichtag der 15. April 2027. In den meisten Bundesstaaten kommt eine zweite Erklärung für den State dazu. Ist deine Situation einfach, füllst du beides mit Steuersoftware selbst aus.
Für uns Deutsche ist das ungewohnter, als es klingt. In Deutschland erledigt der Arbeitgeber über die Lohnsteuer fast alles, und viele Angestellte müssen gar keine Erklärung abgeben. In den USA berechnest du deine Steuern selbst, unterschreibst dafür und haftest für Fehler. Einen Steuerbescheid, der alles noch einmal prüft und festsetzt, gibt es nicht. Wer neu im Land ist, hat außerdem oft noch Einkünfte, Konten oder eine Wohnung in Deutschland. Genau dort wird die erste US-Steuererklärung kompliziert.
Wer muss eine US-Steuererklärung abgeben: Bürger, Green Card Inhaber oder Visumsinhaber?
Die USA besteuern Residents mit ihrem Einkommen aus der ganzen Welt. Resident bist du steuerlich auf zwei Wegen. Entweder du hast eine Green Card, dann bist du ab dem ersten Tag mit Green Card in den USA steuerlich ansässig. Oder du erfüllst mit einem Visum den Substantial Presence Test, den Anwesenheitstest: mindestens 31 Tage im laufenden Jahr und 183 gewichtete Tage über drei Jahre. Dabei zählen die Tage des laufenden Jahres voll, die des Vorjahres zu einem Drittel und die des Jahres davor zu einem Sechstel.
Wer keinen der beiden Tests erfüllt, ist Nonresident und versteuert nur US-Einkünfte, mit Formular 1040-NR. Für Studenten und Austauschbesucher mit F- oder J-Visum gelten Sonderregeln, nach denen Tage zeitweise nicht mitzählen.
Ein Punkt überrascht viele: Die US-Staatsbürgerschaft löst die Steuerpflicht unabhängig vom Wohnort aus. Die USA sind neben Eritrea das einzige Land, das nach Staatsbürgerschaft besteuert. Wer die US-Staatsbürgerschaft hat, gibt also auch dann eine Erklärung ab, wenn er wieder in Deutschland lebt. Das betrifft auch Kinder mit doppelter Staatsbürgerschaft, die über einen amerikanischen Elternteil Amerikaner sind.
Für Green Card Holder gilt Ähnliches. Die Green Card ist ein Privileg mit Pflichten: Solange du sie nicht formell aufgibst, bleibst du aus Sicht des IRS Resident, auch wenn du längst zurück in Europa bist. Wer nach der Green Card die Einbürgerung anstrebt, sollte wissen, dass mit der US-Staatsbürgerschaft die Erklärungspflicht lebenslang bleibt. Mehr zur Einbürgerung und zur deutschen Staatsangehörigkeit findest du in unserem Ratgeber zur doppelten Staatsbürgerschaft.
Bis wann musst du die Steuererklärung abgeben und was kostet Verspätung?
Die reguläre Frist ist der 15. April des Folgejahres. Für 2026 heißt das der 15. April 2027. Bis zu diesem Tag muss auch eine Nachzahlung beim IRS sein. In Deutschland hast du ohne Steuerberater bis zum 31. Juli Zeit, mit Berater noch deutlich länger. Dieser Puffer fehlt hier.
Mit Formular 4868 bekommst du ohne Begründung eine Verlängerung bis zum 15. Oktober. Das Privileg gilt aber nur für die Abgabe, nicht für die Zahlung. Was du schuldest, schätzt du und überweist es trotzdem bis Mitte April.
US-Bürger und Green Card Inhaber, die am Stichtag im Ausland wohnen, erhalten automatisch zwei Monate mehr, also bis zum 15. Juni. Zinsen laufen ab April trotzdem.
Die Konsequenzen einer Verspätung sind spürbar. Für eine zu spät abgegebene Erklärung berechnet der IRS 5 Prozent der offenen Steuer pro angefangenem Monat, höchstens 25 Prozent. Für zu spät gezahlte Steuer kommen 0,5 Prozent pro Monat dazu, plus Zinsen. Liegt die Abgabe mehr als 60 Tage zurück, gibt es zusätzlich eine Mindeststrafe im mittleren dreistelligen Bereich. Wer eine Erstattung bekommt, zahlt bei Verspätung meist keine Strafe, verliert die Erstattung aber nach drei Jahren.
Die meisten Bundesstaaten übernehmen den 15. April, einige weichen ab. Die aktuellen Fristen stehen auf irs.gov und auf der Seite deines State Department of Revenue. Stand Oktober 2026, Termine können sich ändern.
Wie läuft die erste US-Steuererklärung Schritt für Schritt ab?
Schritt 1: Welche Unterlagen brauchst du?
Bis Ende Januar schickt dir dein Arbeitgeber das W-2, die Jahreslohnbescheinigung mit Lohn und einbehaltener Steuer. Dazu kommen je nach Situation:
- 1099-INT für Zinsen, 1099-DIV für Dividenden von deiner US-Bank oder deinem Broker
- 1099-NEC oder 1099-K für Nebeneinkünfte als Freelancer
- 1098 für gezahlte Hypothekenzinsen, falls du ein Haus finanzierst
- deine Social Security Number und die deines Ehepartners
Hat dein Partner keine Sozialversicherungsnummer, braucht er eine ITIN, die Steuernummer für Personen ohne SSN, beantragt mit Formular W-7.
Schritt 2: Welchen Filing Status wählst du?
Die Wahl des Filing Status entscheidet über Steuersatz und Freibeträge. Möglich sind Single, Married Filing Jointly (gemeinsam veranlagt), Married Filing Separately und Head of Household für Alleinerziehende. Married Filing Jointly ähnelt dem deutschen Ehegattensplitting und ist in der Regel günstiger. Lebt dein Ehepartner noch nicht als Resident in den USA, geht das nur mit einer ausdrücklichen Wahl, dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Schritt 3: Standard Deduction oder Itemized Deduction?
Du ziehst entweder einen Pauschalbetrag ab, die Standard Deduction, oder einzeln nachgewiesene Ausgaben, die Itemized Deductions. Für 2026 liegt die Standard Deduction bei 16.100 Dollar für Alleinstehende und 32.200 Dollar für gemeinsam veranlagte Paare. Einzeln abrechnen lohnt sich nur, wenn Hypothekenzinsen, State- und Grundsteuern sowie Spenden zusammen darüber liegen. Für die meisten Mieter ist die Pauschale die bessere Wahl.
Schritt 4: Form 1040 und der State Return
Die Bundeserklärung läuft über Form 1040, ergänzt um Anlagen, die Schedules. Die Erklärung für deinen Bundesstaat machst du getrennt, Software übernimmt die Zahlen aber meist automatisch. In Staaten ohne Einkommensteuer auf Löhne, etwa Texas, Florida oder Washington, entfällt dieser Teil. Wer innerhalb des Jahres umgezogen ist, gibt unter Umständen zwei State Returns als Part-Year Resident ab.
Was gilt im ersten Jahr nach dem Umzug?
Das Umzugsjahr ist das schwierigste. Bist du zum Beispiel im Juni mit Green Card eingereist, warst du von Januar bis Mai Nonresident und ab Juni Resident. Das ergibt einen Dual-Status-Return: Form 1040 für die Zeit als Resident, dazu eine Aufstellung auf Form 1040-NR für die Monate davor. Die Standard Deduction gibt es in diesem Fall nicht, gemeinsame Veranlagung ebenfalls nicht.
Verheiratete haben eine Alternative. Mit einer Wahl nach den Sections 6013(g) oder 6013(h) des Steuergesetzes lassen sich beide Partner für das ganze Jahr als Resident behandeln. Dann ist gemeinsame Veranlagung möglich. Der Preis dafür: Auch das deutsche Gehalt aus den Monaten vor dem Umzug gehört in die US-Steuererklärung. Die in Deutschland gezahlte Steuer rechnest du über den Foreign Tax Credit an.
Welche Variante günstiger ist, hängt von deinen Zahlen ab und lässt sich nur durchrechnen. Hier lohnt sich Beratung durch einen Steuerberater mit Erfahrung bei Zuwanderern. Wer mit einem Visum kommt, kann unter bestimmten Bedingungen zudem eine First-Year Choice treffen und früher als Resident gelten. Die Details beschreibt die IRS-Publikation 519 für Ausländer.
Foreign Tax Credit oder Foreign Earned Income Exclusion: Wie meldest du deutsche Einkünfte und Konten?
Als Resident meldest du alle Einkünfte aus Deutschland: Mieteinnahmen, Zinsen, Dividenden, den Verkauf einer Immobilie. Dass Deutschland diese Einkünfte schon besteuert, erspart dir die Meldung nicht. Doppelte Besteuerung vermeidest du über den Foreign Tax Credit mit Formular 1116. Die deutsche Steuer wird dabei auf die US-Steuer angerechnet. Wie das Abkommen zwischen beiden Ländern die Rechte verteilt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zum Doppelbesteuerungsabkommen USA.
Die Foreign Earned Income Exclusion hilft dir dagegen nicht, solange du in den USA lebst. Sie ist für US-Bürger und Green Card Inhaber gedacht, die im Ausland wohnen und arbeiten, und stellt dort bis zu einem jährlichen Höchstbetrag Arbeitslohn steuerfrei.
Für Konten gilt eine zweite Pflicht, unabhängig von der Steuer. Liegt die Summe aller deiner ausländischen Konten irgendwann im Jahr über 10.000 Dollar, meldest du sie mit dem FBAR, FinCEN Form 114. Er wird nicht beim IRS eingereicht, sondern online beim Financial Crimes Enforcement Network. Ab höheren Beträgen kommt in der Steuererklärung Formular 8938 nach FATCA dazu, für Alleinstehende mit Wohnsitz in den USA ab 50.000 Dollar zum Jahresende oder 75.000 Dollar zu irgendeinem Zeitpunkt. Viele deutsche Banken fragen deshalb ihre Privatkunden nach der US-Steuernummer, wie wir im Beitrag zu FATCA beschreiben. Die Strafen für einen vergessenen FBAR können fünfstellig werden.
Wer hilft dir bei der Abgabe und was kostet das?
Du darfst deine Steuererklärung selbst machen. Ob du es solltest, hängt vom Inhalt ab: W-2 und ein US-Konto schafft Software problemlos, ein Dual-Status-Jahr mit deutscher Wohnung eher nicht. Das kostenlose Programm Direct File, das der IRS kurzzeitig angeboten hatte, gibt es nicht mehr.
| Weg | Für wen | Ungefähre Kosten (Stand Oktober 2026) |
|---|---|---|
| Steuersoftware wie TurboTax, H&R Block, TaxAct | einfache Fälle, nur US-Einkommen | 0 bis rund 130 Dollar Bund, dazu etwa 40 bis 65 Dollar je State Return |
| IRS Free File | niedrigere und mittlere Einkommen, Grenze knapp unter 90.000 Dollar | kostenlos für die Bundeserklärung |
| VITA-Programm | Einkommen bis rund 70.000 Dollar, persönliche Unterstützung durch Ehrenamtliche | kostenlos |
| Enrolled Agent | Fälle mit Nebeneinkünften, Briefen vom IRS | einige hundert Dollar |
| CPA mit Expat-Erfahrung | Umzugsjahr, deutsche Einkünfte, FBAR | rund 800 bis 2.500 Dollar und mehr |
Ein Enrolled Agent ist ein vom IRS zugelassener Steuerfachmann, ein CPA ein Certified Public Accountant, vergleichbar mit einem Wirtschaftsprüfer. Beide dürfen dich gegenüber dem IRS vertreten. Die aktuellen Einkommensgrenzen für Free File und VITA stehen jedes Jahr neu auf irs.gov/freefile.
Für die Zusammenarbeit mit einem Berater lohnt es sich, gezielt nach Erfahrung mit Deutschland zu fragen. Einige Kanzleien mit Büros in Europa und den USA bieten beide Erklärungen aus einer Hand an. Diese Dienstleistungen sind teurer, ersparen dir aber die Zusammenarbeit zweier Büros, die nicht voneinander wissen.
Welche Fehler machen Deutsche bei der ersten Erklärung?
Der häufigste Denkfehler betrifft die Erstattung. Wer im April Geld zurückbekommt, hat dem Staat übers Jahr einen zinslosen Kredit gegeben. Ein Geschenk ist das nicht. Umgekehrt ist eine Nachzahlung kein Zeichen, dass etwas schiefgelaufen ist. Steuer wird über das Formular W-4 bei deinem Arbeitgeber gesteuert, und das lässt sich jederzeit anpassen.
Der zweite Fehler ist ein falscher Status. Wer im Umzugsjahr einfach Single oder Married Filing Jointly ankreuzt, obwohl er Dual-Status hatte, reicht eine falsche Erklärung ein. Das fällt oft erst Jahre später auf, etwa beim Antrag auf Einbürgerung, wenn alte Steuererklärungen vorgelegt werden müssen.
Drittens werden deutsche Mieteinnahmen gern vergessen, weil sie in Deutschland schon versteuert werden. Für die USA zählen sie trotzdem, und ohne Formular 1116 verschenkst du den Foreign Tax Credit.
Das Unbequemste zum Schluss: deutsche Investmentfonds und ETFs. Für US-Steuerpflichtige gelten Anteile an ausländischen Fonds als PFIC, als passive ausländische Investmentgesellschaft. Die Besteuerung ist dann ungünstig und jedes Jahr kommt Formular 8621 dazu. Viele Deutsche erfahren das erst, wenn der Sparplan schon jahrelang läuft. Ob ein Verkauf vor dem Umzug sinnvoll ist, klärst du vorher mit einem Steuerberater.
Insidertipp
Beantrage dir auf irs.gov eine Identity Protection PIN, kurz IP PIN. Das ist eine sechsstellige Zahl, die jedes Jahr neu vergeben wird und ohne die niemand mit deiner Sozialversicherungsnummer eine Steuererklärung einreichen kann. Steuerbetrug mit gestohlenen Nummern ist in den USA verbreitet, und wer zuerst einreicht, kassiert die Erstattung. Jeder Steuerpflichtige kann die IP PIN freiwillig beantragen.
Und weil wir gerade November haben: Wirf jetzt einen Blick auf deine letzte Gehaltsabrechnung. Liegt die einbehaltene Steuer deutlich neben dem, was du erwartest, kannst du die W-4 bis Jahresende noch anpassen.
FAQ zur Steuererklärung in den USA
Wie hoch ist die Steuer in Amerika?
Die Bundessteuer steigt in Stufen von 10 bis 37 Prozent, der höchste Steuersatz gilt nur für den Teil des Einkommens oberhalb der obersten Grenze. Dazu kommen Social Security und Medicare mit zusammen 7,65 Prozent auf den L ohn, die dein Arbeitgeber direkt einbehält. Social Security fällt dabei nur bis zu einer jährlichen Lohngrenze an, die 2026 bei 184.500 Dollar liegt. Je nach Bundesstaat kommt eine State Income Tax hinzu, die von null bis gut 13 Prozent in Kalifornien reicht, mancherorts ergänzt um eine Steuer der Stadt. Einen ausführlichen Überblick gibt unser Artikel zum US-Steuersystem für Deutsche.
Kann ich meine Steuererklärung auch selbst machen?
Ja. Es gibt in den USA keine Pflicht, einen Steuerberater einzuschalten, und viele Amerikaner erledigen ihre Steuererklärung jedes Jahr selbst mit Software. Bei einem reinen US-Gehalt ohne Auslandsbezug ist das gut machbar. Sobald ein Dual-Status-Jahr, deutsche Mieteinnahmen, deutsche Fonds oder eine Wahl nach Section 6013 ins Spiel kommen, stoßen die gängigen Programme an ihre Grenzen. In diesen Fällen ist Unterstützung durch einen Enrolled Agent oder CPA meist die sicherere Wahl.
Wie hoch sind die Kosten für die Abgabe des US-Passes?
Wer die US-Staatsbürgerschaft aufgibt, zahlt dafür eine Gebühr an das US-Außenministerium. Sie lag über viele Jahre bei 2.350 Dollar, eine Senkung war angekündigt. Den aktuellen Betrag findest du auf travel.state.gov, Stand Oktober 2026. Die Gebühr beendet die Steuerpflicht aber nicht allein. Du musst außerdem für das Jahr des Austritts Formular 8854 einreichen und nachweisen, dass du die letzten fünf Jahre steuerlich sauber warst. Bei hohem Vermögen kann eine Exit Tax fällig werden, eine Wegzugsteuer auf nicht realisierte Gewinne.
Green Card Inhaber geben ihren Status mit Formular I-407 auf, das ist gebührenfrei. Wer die Green Card in mindestens acht der letzten fünfzehn Jahre hatte, gilt als Long-Term Resident, und für ihn gelten dieselben Regeln zur Exit Tax wie für Bürger. Die Konsequenzen solltest du vor diesem Schritt mit einer Beratung durchgehen.
Gibt es in Amerika eine Vermögenssteuer?
Eine allgemeine Vermögenssteuer wie die frühere deutsche gibt es in den USA weder auf Bundes- noch auf Staatsebene. Besteuert wird stattdessen Grundbesitz über die Property Tax, die Grundsteuer der Gemeinde oder des County. Sie ist deutlich höher als in Deutschland und liegt je nach Ort oft zwischen knapp einem und über zwei Prozent des Immobilienwerts pro Jahr. Für Erbschaften gibt es eine Bundessteuer, die Estate Tax, mit einem hohen Freibetrag von 15 Millionen Dollar pro Person ab 2026. Einige Staaten erheben eigene Erbschaftsteuern mit niedrigeren Grenzen, mehr dazu im Artikel zur Erbschaftssteuer USA.
Wie bekomme ich meine Erstattung?
Am schnellsten per Direct Deposit, also per Überweisung auf ein US-Bankkonto, dessen Routing Number und Kontonummer du in der Erklärung angibst. Bei elektronischer Abgabe kommt das Geld laut IRS in den meisten Fällen innerhalb von 21 Tagen. Papierschecks schafft der IRS schrittweise ab, ein US-Konto ist deshalb Pflicht für eine reibungslose Zahlung. Den Stand verfolgst du auf irs.gov mit dem Tool "Where's My Refund?".
Was tun bei einem Brief vom IRS?
Erst einmal Ruhe bewahren und das Schreiben vollständig lesen. Oben rechts steht eine Nummer wie CP2000 oder LTR 12C, darüber findest du auf irs.gov genau heraus, was die Steuerbehörde will. Oft geht es um eine Abweichung zwischen deinen Angaben und einem 1099, das der IRS von deiner Bank bekommen hat. Halte die Antwortfrist ein, die im Brief steht. Wichtig: Der IRS nimmt den ersten Kontakt per Post auf, nie per E-Mail, SMS oder Anruf mit Drohung. Eine solche Nachricht ist fast immer Betrug.
Muss ich auch in Deutschland eine Steuererklärung abgeben?
Mit dem Wegzug endet in der Regel deine unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland, sofern du dort keinen Wohnsitz mehr hast. Hast du aber weiter deutsche Einkünfte wie Mieteinnahmen, bist du beschränkt steuerpflichtig und gibst beim zuständigen Finanzamt eine Erklärung ab. Behältst du eine Wohnung in Deutschland, kann die Pflicht in beiden Ländern bestehen, und das Abkommen regelt, welcher Staat zuerst zugreift. Im Umzugsjahr selbst ist meist in beiden Ländern eine Erklärung fällig. Die Einzelheiten klärst du mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater, der beide Systeme kennt.
Womit fängst du am besten an?
Lege dir noch in diesem Jahr einen Ordner an, digital oder aus Papier, und sammle darin ab Januar jedes W-2, jedes 1099 und jedes 1098, sobald es eintrifft. Notiere dazu deine deutschen Kontostände zum Jahreshöchststand und zum Jahresende, denn genau diese Zahlen fehlen beim FBAR fast immer. Wenn deine Situation ein Umzugsjahr oder deutsche Einkünfte enthält, buche den Termin beim Berater schon im Januar, bevor die Kanzleien im März ausgebucht sind. Dann wird der 15. April nur ein ganz normaler Tag im Kalender. Viel Erfolg bei deiner ersten US-Steuererklärung.