Shops in den USA: Geschäfte für Alltägliches und wie du dort richtig sparst
Von Walmart bis Dollar Tree: Hier erfährst du, welche amerikanischen Ketten du wofür nutzt, welche Bonusprogramme sich 2026 noch lohnen und welche Eigenheiten Deutsche an der Kasse überraschen.

Für den Alltag in den USA brauchst du im Kern vier Arten von Shops: einen Supercenter wie Walmart oder Target für fast alles, einen Supermarkt für Lebensmittel, eine Drogeriekette mit Apotheke wie CVS oder Walgreens und, wenn du Platz und Familie hast, einen Großhändler wie Costco. Wer diese vier Shops in den USA kennt, hat die Geschäfte für Alltägliches abgedeckt und spart sich viele Umwege.
Gut zu wissen: An der Kasse kommt in fast allen Staaten noch die Verkaufssteuer (Sales Tax) drauf. Der Preis am Regal ist also nie der Endpreis – je nach Staat zahlst du zwischen 0 und gut 10 Prozent mehr.
Wir Deutschen unterschätzen dabei zwei Dinge. Erstens ist der Preis am Regal fast nie der Preis an der Kasse, weil die Sales Tax obendrauf kommt. Zweitens zahlt in den USA kaum jemand den regulären Preis. Fast jede Kette hat eine App, ein Bonusprogramm oder eine eigene Karte, und wer die nicht nutzt, zahlt drauf. Dafür gibt es Kleinigkeiten, die du aus Deutschland nicht kennst: den Becherhalter am Einkaufswagen, den Starbucks direkt im Supermarkt oder Kassierer, die dir die Einkäufe in Tüten packen.
Key Facts: Einkaufen in den USA (Stand Oktober 2026)
- Sales Tax kommt an der Kasse dazu, je nach Staat und Gemeinde zwischen 0 und rund 10 Prozent
- Fünf Staaten erheben keine landesweite Sales Tax: Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon
- Costco kostet seit September 2024 mindestens 65 Dollar im Jahr
- Dollar Tree kostet längst nicht mehr einen Dollar, der Grundpreis liegt bei 1,25 Dollar
- Rite Aid hat 2025 seine Filialen geschlossen, CVS und Walgreens bleiben die großen Drogerieketten
- Fast alle Ketten arbeiten mit digitalen Coupons in der App statt mit Papier
Welche Shops in den USA sind die wichtigsten Geschäfte für Alltägliches?
Die folgende Übersicht zeigt dir die großen Ketten, die du fast überall im Land findest, mit ihrer wichtigsten Besonderheit und dem einen Spartipp, der sich am meisten lohnt.
| Kette | Was es dort gibt | Besonderheit | Bester Spartipp |
|---|---|---|---|
| Walmart | Fast alles, von Lebensmitteln bis Autoreifen | Supercenter oft rund um die Uhr oder bis spät geöffnet, teils mit Tankstelle | Walmart Cash in der App aktivieren |
| Target | Haushalt, Deko, Kleidung, Lebensmittel | Breite Gänge, oft mit Starbucks im Eingang | Target Circle App plus Target Circle Card für 5 Prozent |
| Costco | Großpackungen, Fleisch, Elektronik, Benzin | Nur mit Mitgliedschaft, nur Visa als Kreditkarte | Benzin und Rotisserie Chicken |
| Sam's Club | Ähnlich wie Costco | Gehört zu Walmart, günstigere Mitgliedschaft | Scan & Go, damit sparst du die Kassenschlange |
| CVS | Drogerie, Apotheke, Snacks | ExtraBucks als Guthaben auf der Karte | ExtraBucks mit Herstellercoupons kombinieren |
| Walgreens | Drogerie, Apotheke | myWalgreens mit Walgreens Cash | Wochenangebote mit Register Rewards |
| Dollar Tree | Partydeko, Geschenkpapier, Kleinkram | Einheitspreis 1,25 Dollar, dazu teurere Regale | Saisonware für Weihnachten und Halloween |
| Aldi | Lebensmittel, Aktionsware | Pfand für den Einkaufswagen, eigene Tüten mitbringen | Wochenprospekt und Aisle of Shame |
| Kroger, Safeway, Publix und Co. | Klassischer Vollsortimenter | Regional sehr unterschiedlich | Kundenkarte, sonst zahlst du den höheren Preis |
Welche Supermarktkette bei dir stark ist, hängt vom Staat ab. In Texas ist es H-E-B, in Florida Publix, im Mittleren Westen oft Kroger oder Meijer. Eine einheitliche Nummer eins wie Edeka oder Rewe gibt es nicht.
Was bekommst du bei Walmart und wie sparst du dort?
Walmart ist der bekannteste unter den Shops in den USA, und die Supercenter sind wirklich riesig. Verlaufen ist hier keine Übertreibung. Unter einem Dach findest du Lebensmittel, Autozubehör, Möbel, Spielzeug, Kleidung, Medikamente, Kosmetik, Computer und in vielen Staaten auch Waffen und Munition. Manche Filialen haben eine Tankstelle, ein Optiker-Studio, einen Friseur oder eine Reifenwerkstatt, und auf etlichen Parkplätzen wird das Übernachten im Wohnmobil geduldet. Das entscheidet aber jede Filiale selbst, also frag vorher drinnen nach.
Die Memes über Walmart-Kunden im Schlafanzug und mit Puschen gibt es nicht ohne Grund. Einen Dresscode hat hier niemand, und genau das macht Walmart für viele so bequem.
Für Couponer war Walmart früher ein Paradies. Das ist vorbei. Den Savings Catcher gibt es seit Jahren nicht mehr, und das Price Matching, also das Angleichen an Konkurrenzpreise, hat Walmart in den Filialen eingestellt. Eigene Store Coupons im klassischen Sinn hat Walmart nicht. Herstellercoupons werden angenommen, aber die Regeln sind strenger geworden. Die aktuelle Coupon Policy steht auf walmart.com, lies sie, bevor du mit einem Stapel Coupons an die Kasse gehst.
So sparst du bei Walmart heute:
- In der Walmart App gibt es Walmart Cash. Das ist ein Guthaben, das du für ausgewählte Produkte bekommst und beim nächsten Einkauf einlöst.
- Walmart+ ist eine bezahlte Mitgliedschaft für knapp 100 Dollar im Jahr. Sie lohnt sich nur, wenn du regelmäßig Lebensmittel liefern lässt oder oft tankst, weil Mitglieder Rabatt pro Gallone an teilnehmenden Tankstellen bekommen.
- Online bestellen und kostenlos im Laden abholen spart dir Zeit und Spontankäufe.
- Cashback-Portale wie Swagbucks oder Rakuten geben dir bei Onlinebestellungen einen kleinen Prozentsatz zurück.
Walmart steht immer wieder in der Kritik, weil viele Beschäftigte trotz Vollzeitjob auf staatliche Lebensmittelhilfe angewiesen sind. Die Löhne sind in den letzten Jahren gestiegen, die Debatte ist geblieben.
Warum lohnt sich Target trotz der höheren Preise?
Target ist für viele der angenehmste Shop für den Alltag. Die Gänge sind breit, die Läden aufgeräumt, und du kannst dich stundenlang zwischen Deko, Kleidung, Haushaltswaren und Lebensmitteln aufhalten, ohne ständig hinter jemandem herzuschleichen. Im Eingangsbereich sitzt oft ein Starbucks, und dein Becher passt in den Halter am Einkaufswagen. Das ist kein Zufall, sondern Konzept.
Zum regulären Preis ist Target spürbar teurer als Walmart. Günstig wird es erst, wenn du das System nutzt.
Target Circle, die App und die Karte
Seit der Umstellung 2024 heißt alles Target Circle. Die kostenlose Target Circle App ersetzt das frühere Cartwheel. Dort aktivierst du digitale Coupons, die Target Circle Deals, und siehst die Wochenangebote. Die Target Circle Card, früher RedCard, gibt es als Debit- oder Kreditkarte. Die Debitkarte verknüpfst du mit deinem bestehenden US-Bankkonto, und dann bekommst du auf die meisten Einkäufe 5 Prozent Rabatt. Für die Kreditkarte brauchst du eine Credit History, die Debitkarte bekommst du in der Regel auch ohne.
Target Circle 360 ist die bezahlte Variante mit Lieferung am selben Tag. Sie kostet knapp 100 Dollar im Jahr, mit Target Circle Card deutlich weniger. Die aktuellen Preise stehen auf target.com.
Was beim Sparen bei Target wirklich zählt
- Clearance-Ware erkennst du an roten Aufklebern mit Prozentangabe, meist an den Enden der Regale. Nach Feiertagen wie Halloween oder Weihnachten ist Target hier eine Goldgrube, die Rabatte steigen stufenweise.
- Gift-Card-Aktionen: Kaufst du bestimmte Produkte, bekommst du eine Target-Geschenkkarte dazu. Diese Aktionen lassen sich mit Coupons kombinieren.
- Bullseye's Playground, früher Dollar Spot, liegt direkt am Eingang. Die Preise beginnen bei 1 Dollar, die meisten Artikel kosten inzwischen 3 oder 5 Dollar.
- Das Regal mit Reisegrößen ist interessant, wenn dein Herstellercoupon keine Größe vorschreibt.
- Wer eine Baby Registry anlegt, eine Geschenkliste zur Geburt, bekommt zum Schluss einen Rabatt, um die restlichen Artikel selbst zu kaufen. Die genaue Höhe steht in den aktuellen Registry-Bedingungen.
Wichtig für alle, die den alten Tipp kennen: Seit Sommer 2025 gleicht Target keine Preise der Konkurrenz mehr an, auch nicht von Amazon oder Walmart. Ein Price Match gibt es nur noch, wenn Target selbst den Preis innerhalb von 14 Tagen nach deinem Kauf senkt. Die Coupon Policy findest du im Hilfebereich auf target.com.
Lohnt sich die Mitgliedschaft bei Costco oder Sam's Club?
Costco ist das, was Metro wäre, wenn jeder hinein dürfte, der zahlt. Ohne Mitgliedschaft kommst du nicht an die Kasse. Seit September 2024 kostet die Gold Star Membership 65 Dollar im Jahr, die Executive Membership 130 Dollar. Die Executive-Variante gibt dir 2 Prozent deiner Einkäufe als jährliche Gutschrift zurück. Sie rechnet sich, wenn du im Jahr mehr als rund 3.250 Dollar bei Costco ausgibst, denn erst dann übersteigen die 2 Prozent den Aufpreis von 65 Dollar.
Bei Sam's Club, der Walmart-Tochter, kostet die Basismitgliedschaft 50 Dollar, die Plus-Variante 110 Dollar (Stand Oktober 2026, aktuelle Preise auf den Webseiten der Ketten).
Was bei Costco überrascht:
- Als Kreditkarte nimmt Costco nur Visa. Debitkarten gehen meist, Mastercard als Kreditkarte nicht.
- Am Ausgang wird dein Kassenbon kontrolliert. Das ist Routine und kein Verdacht.
- Der Hot Dog mit Getränk kostet seit 1985 unverändert 1,50 Dollar, das Rotisserie Chicken ist bewusst billig, damit du in den Laden kommst.
- Die Tankstellen sind oft die günstigsten im Ort, mit entsprechender Schlange.
- Die Rückgabe ist großzügig, bei den meisten Waren ohne feste Frist. Elektronik hat eine Frist von 90 Tagen.
Ich halte Costco für die Kette, bei der Deutsche sich am häufigsten verkalkulieren. Die Großpackungen sehen günstig aus, aber ein Single-Haushalt wirft schnell die Hälfte weg. Rechne den Preis pro Einheit nach und frag dich, ob du 48 Rollen Toilettenpapier wirklich lagern kannst. Für Familien mit Keller oder Garage lohnt sich Costco fast immer.
Wie funktionieren die Drogerieketten CVS und Walgreens?
CVS und Walgreens sind mehr als Drogerien. Sie sind Apotheke, Kiosk, Fotolabor und Impfstelle in einem. Du bekommst dort Medikamente, Kosmetik, Snacks, Getränke, Grußkarten und oft auch Milch und Eier. Anders als in Deutschland stehen viele Schmerzmittel und Erkältungsmittel frei im Regal, die Apotheke selbst sitzt meist ganz hinten im Laden. Wie das mit Rezepten und verschreibungspflichtigen Medikamenten in den USA abläuft, ist ein eigenes Thema, das du kennen solltest, bevor du das erste Mal ein Rezept einlöst.
Unbequem, aber wichtig: Beide Ketten haben in den letzten Jahren Hunderte Filialen geschlossen. Rite Aid, die frühere Nummer drei, hat 2025 nach einer zweiten Insolvenz den Betrieb eingestellt, die Rezepte vieler Kunden wurden an CVS oder Walgreens übertragen. Walgreens wurde 2025 von einem Finanzinvestor übernommen und von der Börse genommen. Verlass dich also nicht darauf, dass die Filiale um die Ecke in einem Jahr noch da ist.
So sparst du bei CVS
Das Kundenprogramm heißt ExtraCare und ist kostenlos. Damit bekommst du ExtraBucks, ein Guthaben, das du bei fast allen Produkten einlösen kannst. ExtraBucks gibt es auf bestimmte Angebotsprodukte und als kleinen Prozentsatz deiner Ausgaben. CVS hat eigene Store Coupons, die du mit Herstellercoupons kombinieren darfst. Du lädst sie über die App auf deine Karte, und in den E-Mails von CVS stecken regelmäßig zusätzliche ExtraBucks. ExtraCare Plus ist die bezahlte Variante für rund 5 Dollar im Monat mit monatlichem Guthaben und kostenlosem Versand. Die Coupon Policy steht als Dokument auf cvs.com.
So sparst du bei Walgreens
Das Programm heißt myWalgreens. Du sammelst Walgreens Cash, ein Guthaben in Dollar, mit einem höheren Satz auf Walgreens-Eigenmarken. Dazu kommen Register Rewards, die bei bestimmten Angeboten an der Kasse ausgedruckt werden. Die Regeln sind kleinteilig. Register Rewards verfallen nach kurzer Zeit, und für dasselbe Angebot bekommst du sie oft nur einmal pro Einkauf. Lies die Bedingungen in der App genau, bevor du ein Angebot mehrfach mitnehmen willst.
Wo kaufst du Kleinkram, Geschenkpapier und Kleidung günstig?
Dollar Tree war jahrzehntelang der Laden, in dem alles einen Dollar kostet. Seit 2021 liegt der Grundpreis bei 1,25 Dollar, und inzwischen gibt es in vielen Filialen Regale mit Artikeln für 3, 5 oder 7 Dollar. Trotzdem lohnt sich der Laden für Geschenkpapier, Partydeko, Luftballons, Grußkarten, Bastelkram, Stockings für Weihnachten und Saisonware zu Halloween oder Ostern. Bei Markenkosmetik und Lebensmitteln lohnt der Blick auf die Packungsgröße, die oft kleiner ist als im Supermarkt.
Was wenige wissen: Dollar Tree nimmt Herstellercoupons an, mit Einschränkungen. Manche Filialen verkaufen außerdem die Sonntagszeitung mit den Couponbeilagen, den Inserts.
Mein Rat: geh früh am Vormittag. Die Gänge sind eng, die Regale werden im Lauf des Tages unordentlich, und am Nachmittag ist es voll.
Für Kleidung sind die Outlet Malls interessant, Einkaufszentren am Stadtrand mit Fabrikverkäufen von Marken wie Calvin Klein, Gap, Levi's oder Old Navy. Gerade für Besucher aus Deutschland lohnt sich das, weil Jeans und Sportkleidung hier oft deutlich billiger sind als zu Hause. Ein Teil der Outlet-Ware wird allerdings eigens für Outlets produziert und ist nicht identisch mit der Ware im regulären Laden. Das ist kein Betrug, aber gut zu wissen, bevor du dich über ein Schnäppchen freust.
Welcher Supermarkt passt zu dir, und gibt es Aldi und Lidl?
Ja, und zwar reichlich. Aldi hat in den USA mehr als 2.400 Filialen und wächst weiter. Lidl ist deutlich kleiner und fast nur an der Ostküste vertreten. Gegen Heimweh hilft das nur bedingt. Aldi US gehört zu Aldi Süd, das Sortiment ist amerikanisch, aber zwischendurch tauchen deutsche Wochen mit Lebkuchen, Spätzle oder Sauerkraut auf. Die Gang mit der Aktionsware heißt bei amerikanischen Fans liebevoll Aisle of Shame. Wie in Deutschland brauchst du für den Einkaufswagen eine Münze, hier einen Quarter, also 25 Cent, und Tüten bringst du selbst mit oder kaufst sie.
Für den Wocheneinkauf nutzen die meisten Amerikaner aber einen Vollsortimenter wie Kroger, Safeway, Albertsons, Publix, H-E-B, Meijer oder Wegmans. Für deutsche Spezialitäten wie richtiges Brot oder Leberkäse gibt es in vielen Regionen deutsche Bäcker, Metzger und europäische Feinkostläden, oft im Umfeld alter deutscher Siedlungen.
So sparst du in den meisten Supermärkten:
- Melde dich für die kostenlose Kundenkarte an. Ohne sie zahlst du bei vielen Ketten den höheren Preis, denn der Angebotspreis gilt nur für Mitglieder.
- Bei manchen Ketten sammelst du mit jedem Einkauf Fuel Points, Punkte, die du an der Tankstelle als Rabatt pro Gallone einlöst. Kroger ist dafür bekannt.
- Digitale Coupons lädst du in der App auf deine Karte, oft auch Store Coupons, die du mit Herstellercoupons kombinierst.
- Coupons zu verdoppeln, das sogenannte Doubling, bieten nur noch wenige, meist regionale Ketten an. Frag am Customer Service Desk, ob dein Supermarkt das macht.
- Manche Märkte akzeptieren Coupons der Konkurrenz. Das steht in der jeweiligen Coupon Policy.
- Am Self Checkout liegen oft Coupons, die andere nicht gebraucht haben. Mitnehmen ist hier völlig normal.
Rund um Feiertage verschenken manche Ketten ihren Stammkunden einen Truthahn zu Thanksgiving, wenn sie in den Wochen davor einen bestimmten Betrag ausgeben.
Wie funktioniert Couponing in den USA im Jahr 2026?
Couponing klingt nach Schere und Ordner, ist aber heute fast komplett digital. Es gibt drei Arten von Rabatten, und das Sparen entsteht, wenn du sie übereinanderlegst. Manufacturer Coupons kommen vom Hersteller und gelten in jedem Laden, der Coupons annimmt. Store Coupons kommen vom Laden und gelten nur dort. Rebate-Apps zahlen dir nach dem Einkauf Geld zurück, wenn du den Kassenbon hochlädst oder deine Kundenkarte verknüpfst.
Info: Stapeln, so heißt das Prinzip Ein Shampoo kostet regulär 6,99 Dollar. Es ist im Angebot für 4,99 Dollar. Du hast einen Herstellercoupon über 1 Dollar und einen Store Coupon über 1 Dollar. Danach bekommst du über eine Rebate-App noch 0,50 Dollar zurück. Aus 6,99 Dollar werden so 2,49 Dollar, plus Sales Tax. In vielen Staaten wird die Steuer übrigens auf den Preis vor Herstellercoupon berechnet.
Die wichtigsten Rebate-Apps sind Ibotta, Fetch und das Cashback-Portal Swagbucks für Onlinebestellungen. Herstellercoupons findest du in den Sonntagszeitungen, auf Seiten wie coupons.com und in den Apps der Ketten.
Unbequem, aber ehrlich: Das extreme Couponing aus den amerikanischen Fernsehshows, bei dem Leute mit vollem Wagen für ein paar Cent rausgehen, funktioniert so heute kaum noch. Die Ketten haben ihre Coupon Policies verschärft, Limits pro Einkauf eingeführt und Overage, also Geld zurück, wenn der Coupon mehr wert ist als das Produkt, weitgehend abgeschafft. Für einen normalen Haushalt sind 10 bis 30 Prozent Ersparnis realistisch, wenn du konsequent die Apps nutzt. Das ist trotzdem viel Geld.
Was überrascht Deutsche beim Einkaufen in den USA?
Wer aus Deutschland kommt, erwartet, dass der Preis am Regal der Preis an der Kasse ist. In den USA kommt fast überall die Sales Tax dazu, und sie unterscheidet sich nicht nur zwischen Staaten, sondern oft auch zwischen Städten und Countys. Lebensmittel sind in vielen Staaten niedriger besteuert oder steuerfrei, Drogerieartikel meist nicht. Rechne beim Planen grob mit 5 bis 10 Prozent Aufschlag.
Weitere Eigenheiten, die dir begegnen:
- An der Kasse packt oft jemand deine Einkäufe ein, der Bagger. Trinkgeld gibt man dafür im Supermarkt normalerweise nicht.
- Plastiktüten sind in mehreren Staaten verboten oder kosten Geld, darunter Kalifornien, New York und New Jersey. Anderswo bekommst du für jede Kleinigkeit eine eigene Tüte.
- Die US-Münzanstalt prägt seit November 2025 keine Pennys mehr. Manche Läden runden deshalb bei Barzahlung auf 5 Cent auf oder ab. Mit Karte zahlst du weiterhin centgenau.
- Viele Supermärkte und Supercenter haben bis spät abends, manche rund um die Uhr geöffnet, auch am Sonntag. Ladenschluss im deutschen Sinn gibt es nicht.
- Rückgaben sind großzügiger als in Deutschland, meist mit Kassenbon innerhalb von 30 bis 90 Tagen, je nach Kette und Produkt. Beim Customer Service Desk sagst du einfach: "I'd like to return this."
- Alkohol ist Ländersache. In manchen Staaten bekommst du Wein im Supermarkt, in anderen nur im Liquor Store, und an der Kasse wird oft dein Ausweis verlangt, egal wie alt du aussiehst.
- Pickup ist Alltag. Du bestellst in der App, fährst auf einen markierten Parkplatz, und jemand bringt dir die Einkäufe ans Auto.
Info: Ausweis beim Alkoholkauf Ein deutscher Personalausweis wird nicht überall akzeptiert. Nimm deinen Reisepass oder deinen US-Führerschein mit, wenn du Bier oder Wein kaufen willst.
Insidertipp
Leg dir für die ersten Wochen in den USA nicht zehn Apps gleichzeitig an. Entscheide dich für einen Supercenter, einen Supermarkt und eine Drogerie und installiere genau deren Apps. Aktiviere die digitalen Coupons immer vor dem Einkauf, nicht an der Kasse, denn das Netz im Laden ist oft schlecht. Und schau nach Feiertagen gezielt in die Clearance-Ecken von Target und Walmart: Am Tag nach Halloween, nach Weihnachten und nach dem 4th of July fallen die Preise für Saisonware oft um die Hälfte, ein paar Tage später noch weiter.
FAQ
Kann ich als Tourist bei Costco einkaufen?
Nur mit Mitgliedschaft oder in Begleitung eines Mitglieds, das an der Kasse mit seiner Karte zahlt. Eine Ausnahme sind Apotheke und Optiker, die in vielen Staaten auch ohne Mitgliedschaft genutzt werden dürfen. Eine Mitgliedschaft kannst du kündigen und dir die Gebühr erstatten lassen, das regelt Costco in seinen Bedingungen.
Funktionieren deutsche Kreditkarten in amerikanischen Shops?
Visa und Mastercard funktionieren fast überall, American Express nicht in jedem Laden. Die deutsche Girocard wird in der Regel nicht akzeptiert. An Selbstbedienungskassen und Tankstellen wird manchmal eine US-Postleitzahl abgefragt, dann musst du an der Kasse drinnen zahlen.
Brauche ich eine Social Security Number für die Kundenkarten?
Nein. Für Kundenkarten wie ExtraCare, myWalgreens oder die Supermarktkarten reichen meist Name, Telefonnummer und E-Mail. Eine Social Security Number, die US-Sozialversicherungsnummer, brauchst du erst für Kreditkarten der Ketten.
Gibt es in den USA Pfand auf Flaschen?
Nur in einigen Staaten, darunter Kalifornien, Michigan, New York und Oregon. Die Höhe liegt meist zwischen 5 und 10 Cent pro Behälter. In den meisten Staaten wirfst du Flaschen und Dosen einfach in den Recyclingbehälter.
Wann sind die großen Rabattaktionen im Jahr?
Die bekanntesten sind Black Friday nach Thanksgiving, die Sales rund um Memorial Day, 4th of July und Labor Day sowie die Back-to-School-Wochen im Juli und August. Target und Walmart haben zusätzlich eigene Aktionswochen, die sie jedes Jahr neu ansetzen.
Unser Spartipp: Installiere die Apps der Ketten, in denen du regelmäßig einkaufst. Digitale Coupons, wöchentliche Deals und Kundenkarten-Rabatte gibt es fast nur noch in der App – wer ohne App einkauft, zahlt fast überall den vollen Preis.
Einkaufen in den USA wirkt am Anfang laut, groß und voller Apps. Nach ein paar Wochen hast du deine drei Läden, deine Kundenkarten und ein Gefühl dafür, was eine Gallone Milch kosten darf. Und spätestens wenn du das erste Mal ein Clearance-Schnäppchen mit Coupon und Gift Card kombiniert hast, verstehst du, warum Amerikaner beim Einkaufen so viel Ehrgeiz entwickeln. Viel Spaß beim Entdecken und Sparen.