Thanksgiving: der Feiertag in den USA mit dem Turkey

Thanksgiving ist 2026 am 26. November und für Amerikaner der größte Familientag des Jahres. Hier erfährst du, wie der Tag abläuft, wie der Turkey gelingt und worauf du als Gast achten solltest.

Von MichiVeröffentlicht Aktualisiert 14 Min. Lesezeit
Thanksgiving: der Feiertag in den USA mit dem Turkey
Foto: Megan Watson auf Unsplash

Thanksgiving fällt 2026 auf Donnerstag, den 26. November. Es ist immer der vierte Donnerstag im November, ein bundesweiter Feiertag und für viele Amerikaner der wichtigste Familientag des Jahres. Gemessen an den Reisezahlen ist er wichtiger als Weihnachten. Im Mittelpunkt steht der Turkey, ein Truthahn, der gern 15 Pfund und mehr wiegt. Dazu kommen Süßkartoffeln, Cranberry Sauce und Pumpkin Pie, Football im Fernsehen und reihum die Frage, wofür man in diesem Jahr dankbar ist.

Wir Deutschen denken beim Wort Dankfest an Erntedank: ein Sonntag Anfang Oktober, Kürbisse vor dem Altar, danach ein ganz normales Mittagessen. Thanksgiving ist etwas völlig anderes. Es ist nicht kirchlich, sondern national. Es dauert praktisch vier Tage, und es hat eine eigene Logistik, vom tagelangen Auftauen des Vogels bis zum Stau auf dem Highway. Wer zum ersten Mal eingeladen ist oder selbst kochen will, ist mit ein paar Zahlen und Abläufen im Kopf deutlich entspannter.

Wann ist Thanksgiving 2026 und welche Tage gehören dazu?

Der Termin ist gesetzlich festgelegt: der vierte Donnerstag im November. Deshalb wandert das Datum jedes Jahr zwischen dem 22. und dem 28. November. Der Donnerstag ist ein Federal Holiday, also ein Feiertag auf Bundesebene. Behörden, Post und Banken sind geschlossen.

Der Freitag danach ist offiziell kein Bundesfeiertag. Trotzdem haben ihn sehr viele Arbeitnehmer frei, und in mehreren Staaten ist er für Landesbedienstete ein eigener Feiertag, etwa in Kalifornien und Texas. Für dich heißt das: Frag früh bei deinem Arbeitgeber nach. Einen gesetzlichen Anspruch auf den freien Freitag gibt es nicht.

Schulen handhaben die Woche sehr unterschiedlich. Manche Districts geben nur Donnerstag und Freitag frei, andere den Mittwoch dazu, viele inzwischen die ganze Woche. Der Schulkalender deines Districts steht in der Regel schon seit Sommer online.

Auf Thanksgiving folgen drei Tage, die jeder Amerikaner kennt. Black Friday ist der traditionelle Start ins Weihnachtsgeschäft. Am Samstag folgt der Small Business Saturday für lokale Läden, am Montag der Cyber Monday für Online-Angebote. Der Dienstag danach heißt Giving Tuesday und ist der große Spendentag.

Jahr Thanksgiving Black Friday Cyber Monday
2026 26. November 27. November 30. November
2027 25. November 26. November 29. November
2028 23. November 24. November 27. November
2029 22. November 23. November 26. November
2030 28. November 29. November 2. Dezember

Falls du Kontakte nach Kanada hast: Dort ist Thanksgiving schon am zweiten Montag im Oktober. 2026 war das der 12. Oktober.

Woher kommt Thanksgiving, der Feiertag in den USA mit dem Turkey?

Die Geschichte beginnt 1620 mit der Mayflower. Gut hundert englische Siedler, die Pilgrims, landeten im heutigen Massachusetts und gründeten die Plymouth Colony. Der erste Winter war brutal. Etwa die Hälfte von ihnen starb an Krankheiten, Kälte und Hunger.

Im Frühjahr 1621 kam Hilfe von einem Mann, den die Schulbücher Squanto nennen. Sein Name war Tisquantum, und seine Geschichte ist dramatischer als oft erzählt. Er war Jahre zuvor von einem englischen Kapitän entführt und in Spanien als Sklave verkauft worden. Über England schaffte er es zurück in seine Heimat, nur um festzustellen, dass sein Volk, die Patuxet, durch eine Seuche fast vollständig ausgestorben war. Weil er Englisch sprach, wurde er zum Übersetzer zwischen den Siedlern und den Wampanoag unter ihrem Anführer Massasoit. Er half, ein Bündnis auszuhandeln, und zeigte den Pilgrims, wie man Mais anbaut, mit Fisch düngt und in der Gegend fischt.

Im Herbst 1621 feierten die Siedler ihre erste erfolgreiche Ernte. Laut einem zeitgenössischen Brief kamen etwa 90 Wampanoag-Männer dazu, brachten fünf Hirsche mit, und man aß drei Tage lang gemeinsam. Ob Truthahn auf dem Tisch stand, ist nicht sicher belegt. Erwähnt wird nur Wildgeflügel.

Aus Sicht der Wampanoag ist diese Geschichte keine schöne. Das Bündnis hielt nur eine Generation, danach folgten Krieg, Landverlust und Vertreibung. Seit 1970 versammeln sich Native Americans an Thanksgiving in Plymouth zum National Day of Mourning, einem Gedenktag. Es lohnt sich, beide Versionen zu kennen, gerade wenn das Thema am Tisch aufkommt.

Zum nationalen Feiertag wurde Thanksgiving erst viel später. Die Publizistin Sarah Josepha Hale warb jahrzehntelang dafür, bis Abraham Lincoln den Tag 1863, mitten im Bürgerkrieg, per Proklamation zu einem der offiziellen amerikanischen Feiertage machte, damals am letzten Donnerstag im November. Franklin D. Roosevelt verlegte ihn 1939 eine Woche nach vorn, um die Einkaufssaison zu verlängern, was viel Ärger auslöste. Ende 1941 legte der Kongress per Gesetz den vierten Donnerstag fest, der seit 1942 gilt. Umgangssprachlich heißt der Tag bis heute auch Turkey Day.

Wie läuft der Thanksgiving-Tag praktisch ab?

Der Tag beginnt früh, zumindest in der Küche. Wer einen großen Vogel brät, schiebt ihn je nach Größe schon am Vormittag in den Ofen.

Im Fernsehen läuft ab 9 Uhr Ostküstenzeit die Macy's Thanksgiving Day Parade aus New York, mit riesigen Heliumballons, Marschkapellen und am Ende dem Weihnachtsmann. Sie geht bis etwa Mittag und wird auf NBC übertragen. 2026 findet sie zum 100. Mal statt, rechne also mit noch mehr Trubel als sonst. In vielen Städten laufen morgens außerdem Turkey Trots, Spaßläufe über meist fünf Kilometer, oft für einen guten Zweck und gern im Kostüm.

Gegessen wird meist nicht abends, sondern am frühen bis mittleren Nachmittag. Viele Familien setzen sich zwischen 14 und 17 Uhr an den Tisch. Das Essen heißt trotzdem Thanksgiving Dinner, lass dich davon nicht verwirren.

Vor dem Essen wird in christlichen Familien ein Tischgebet gesprochen, das Grace. Sehr verbreitet, auch in nicht religiösen Familien, ist die Runde, in der jeder kurz sagt, wofür er dankbar ist. Leg dir einen Satz zurecht. Es muss nichts Großes sein, Familie, Gesundheit oder ein gutes erstes Jahr in den USA reichen völlig.

Nach dem Essen kommt der Wishbone, das Gabelbein des Truthahns. Es wird ein paar Tage getrocknet, dann ziehen zwei Personen an je einem Ende, bis es bricht. Wer das größere Stück hält, hat einen Wunsch frei.

Und dann läuft Football. Die Detroit Lions spielen seit 1934 an Thanksgiving, die Dallas Cowboys seit 1966, abends folgt ein drittes Spiel. Seit einigen Jahren gibt es auch am Black Friday ein NFL-Spiel. Viele Familien essen in der Halbzeit, dösen im zweiten Viertel und holen sich zum letzten Spiel noch ein Stück Pie.

Am Abend werden die Reste verteilt. Gäste bekommen fast immer etwas mit nach Hause, und Turkey-Sandwiches am Freitag gehören fest zum Feiertag.

Was kommt bei Thanksgiving auf den Tisch?

Das Menü ist erstaunlich festgelegt. Es gibt Variationen, aber bestimmte Gerichte erwartet jeder:

  • Turkey, meist im Ganzen gebraten, mit Gravy, der Bratensoße
  • Stuffing, eine Füllung aus Brot, Zwiebeln, Sellerie und Kräutern, im Süden oft Dressing genannt und mit Maisbrot gemacht
  • Mashed Potatoes, Kartoffelpüree, mit viel Butter
  • Sweet Potato Casserole, Süßkartoffelauflauf, nicht selten mit Marshmallows überbacken
  • Green Bean Casserole, grüne Bohnen in Pilzsoße mit Röstzwiebeln
  • Cranberry Sauce, selbst gekocht oder als Gelee aus der Dose, das in Scheiben geschnitten wird
  • Mais, Erbsen, Kürbis und Squash, also Wintergemüse wie Butternut
  • Dinner Rolls, weiche Brötchen
  • Pies zum Nachtisch, vor allem Pumpkin Pie, Pecan Pie und Apple Pie

In vielen Familien steht neben dem Truthahn ein gekochter oder glasierter Schinken. Das ist kein Ersatz, sondern Tradition, und gerade bei großen Runden sinnvoll.

Regional gibt es spannende Abweichungen. Im Süden kommen Mac and Cheese und Collard Greens dazu. In Neuengland findet man Füllungen mit Austern. In Louisiana wird gern ein Turducken serviert, ein Truthahn, gefüllt mit Ente, gefüllt mit Huhn. In Familien mit mexikanischen Wurzeln stehen oft Tamales auf dem Tisch, auf Hawaii auch Turkey im Erdofen.

Der Deutschland-Vergleich fällt auf: Bei uns ist ein Festessen eher herzhaft und ausgewogen. Thanksgiving ist süßer, als wir es gewohnt sind, und die Süßkartoffeln mit Marshmallows sind tatsächlich eine Beilage, kein Dessert. Viele deutsch-amerikanische Familien machen sich das Menü trotzdem zu eigen. Rotkohl passt hervorragend zum Truthahn, und ein Apfelstrudel oder Tiramisu hat sich in manchen Familien längst neben dem Pumpkin Pie etabliert.

Wie bereite ich den Turkey vor, ohne dass es schiefgeht?

Der häufigste Fehler hat mit dem Braten nichts zu tun. Er passiert schon Tage vorher, beim Auftauen. Die meisten Turkeys im Supermarkt sind tiefgefroren, und ein großer Vogel braucht viel länger, als man glaubt.

Diese Faustregeln stammen vom US-Landwirtschaftsministerium USDA:

  • Menge: etwa 1 Pfund (450 Gramm) Turkey pro Person, wer Reste will, nimmt mehr
  • Auftauen im Kühlschrank: 24 Stunden pro 4 bis 5 Pfund (1,8 bis 2,3 Kilogramm)
  • Auftauen im kalten Wasser: 30 Minuten pro Pfund, das Wasser alle 30 Minuten wechseln
  • Ofentemperatur: 325 °F (163 °C)
  • Garzeit: bei einem ungefüllten Vogel mit 12 bis 14 Pfund (5,4 bis 6,4 kg) rund 3 bis 3,75 Stunden
  • Kerntemperatur: 165 °F (74 °C), gemessen an der dicksten Stelle von Brust und Keule

Ein 20-Pfund-Turkey (9 kg) braucht also vier bis fünf Tage im Kühlschrank. Auftauen auf der Arbeitsplatte empfiehlt die USDA ausdrücklich nicht. Nach dem Braten sollte der Vogel 20 bis 30 Minuten ruhen, bevor er angeschnitten wird. Die Füllung garst du am besten separat in einer Auflaufform, weil sie im Vogel oft nicht heiß genug wird.

Eine Warnung zum frittierten Turkey, der in den Südstaaten beliebt ist: Fritteusen für ganze Truthähne gehören ins Freie, mit Abstand zum Haus, nie in die Garage oder auf die Holzterrasse. Thanksgiving ist laut der Brandschutzorganisation NFPA der Tag mit den meisten Küchenbränden in amerikanischen Haushalten.

Wenn du nicht weiterweißt, gibt es die Butterball Turkey Talk-Line unter 1-800-288-8372. Seit über 40 Jahren beantworten dort Fachleute im November und Dezember Fragen rund um den Turkey, auch am Feiertag selbst.

Wann Was zu tun ist
Zwei Wochen vorher Gästezahl klären, Turkey kaufen oder frischen Vogel vorbestellen
Freitag bis Sonntag vorher Gefrorenen Turkey in den Kühlschrank legen, je nach Gewicht
Montag Einkaufsliste abarbeiten, bevor die Läden voll sind
Dienstag Cranberry Sauce kochen, Brot für das Stuffing würfeln und trocknen lassen
Mittwoch Pies backen, Gemüse schneiden, Tisch decken
Donnerstag früh Turkey eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank, Ofen vorheizen
Drei Stunden vor dem Essen Turkey in den Ofen, Beilagen planen
Nach dem Braten Turkey ruhen lassen, Gravy aus dem Bratensaft rühren
Zwei Stunden nach dem Essen Reste in den Kühlschrank, nicht länger stehen lassen

Insidertipp: Turkey zum Lockpreis und gleich einen zweiten für Weihnachten

Supermärkte nutzen den Turkey als Lockangebot. In den zwei Wochen vor Thanksgiving gibt es tiefgefrorene Vögel oft für deutlich unter dem normalen Pfundpreis oder sogar gratis, wenn du mit Kundenkarte einen Mindestbetrag einkaufst. Achte auf die Wochenprospekte deiner Supermarktkette, dort steht die Bedingung genau drin.

Der zweite Trick: Direkt nach Thanksgiving werden übrig gebliebene Turkeys oft reduziert. Wer eine große Tiefkühltruhe hat, kauft dann gleich den Vogel für Weihnachten. Und wer gar nicht selbst kochen will, kann bei vielen Supermärkten ein komplettes, fertig gegartes Thanksgiving Dinner vorbestellen. Die Bestellfristen enden meist einige Tage vor dem Feiertag.

Zur Orientierung bei den Kosten: Der amerikanische Bauernverband American Farm Bureau rechnete für 2025 mit rund 55 Dollar für ein klassisches Thanksgiving-Essen für zehn Personen. Die Zahl für 2026 erscheint üblicherweise Mitte November. Regional und je nach Laden liegst du schnell darüber, vor allem mit Bio-Ware oder frischem Vogel.

Was ist an Thanksgiving offen und was geschlossen?

Hier unterscheidet sich Thanksgiving stark vom deutschen Feiertag, aber anders, als man denkt. In Deutschland ist an Feiertagen fast alles zu. In den USA ist an den meisten Feiertagen fast alles offen, nur Thanksgiving ist die große Ausnahme.

Geschlossen sind am Donnerstag Bundes- und Landesbehörden, das DMV, die Post (USPS), Banken und Schulen. Viele große Handelsketten haben in den letzten Jahren ebenfalls komplett geschlossen, darunter Walmart, Target, Costco, Aldi, Trader Joe's und die Baumärkte Home Depot und Lowe's.

Einige Supermärkte haben verkürzt geöffnet, oft bis zum frühen Nachmittag. Apotheken in großen Drugstore-Ketten sind teilweise offen, aber mit eigenen Zeiten. Tankstellen und viele Fast-Food-Läden laufen normal. Restaurants bieten oft ein festes Thanksgiving-Menü an, für das du rechtzeitig reservieren solltest. Öffnungszeiten ändern sich von Jahr zu Jahr, prüf sie deshalb in der Woche vorher auf der Webseite des Ladens.

Am Freitag ist dann alles wieder offen, und zwar mit Black-Friday-Rabatten. Die frühen Türöffnungen um Mitternacht sind weitgehend Geschichte, viele Angebote laufen inzwischen die ganze Woche und online.

Unterschätz die Reisewelle nicht. Laut dem Automobilclub AAA sind über das lange Wochenende rund 80 Millionen Menschen unterwegs, die allermeisten mit dem Auto. Die schlimmsten Tage sind der Mittwoch davor und der Sonntag danach. An diesem Sonntag kontrolliert die Flughafensicherheit TSA regelmäßig über drei Millionen Passagiere, das gehört zu den verkehrsreichsten Tagen des Jahres. Flüge am Donnerstag selbst sind oft leerer und günstiger. Mit dem Auto fährst du am besten Mittwoch sehr früh am Morgen los oder erst am Donnerstag.

Was machen Deutsche bei Thanksgiving falsch?

Als Gast fällt man selten negativ auf, aber ein paar Fallen gibt es.

Der Klassiker ist die Frage nach dem Mitbringen. In Deutschland bringt man eine Flasche Wein oder Blumen und fertig. Bei Thanksgiving ist es üblich zu fragen: "What can I bring?" Oft wird das Essen auf mehrere Familien verteilt, fast wie ein Potluck, also ein Essen, zu dem jeder etwas beiträgt. Wer ungefragt eine eigene Beilage mitbringt, bringt die durchgeplante Tafel durcheinander. Wer gar nichts mitbringt, fällt auch auf. Ein kleines Gastgeschenk geht immer, und etwas Deutsches wie Lebkuchen oder gute Schokolade kommt meist sehr gut an.

Zweitens die Zeit. Wir Deutschen sind pünktlich, das ist gut. Aber Thanksgiving ist kein Abendessen von 19 bis 22 Uhr. Rechne damit, dass du den ganzen Nachmittag und Abend bleibst. Zu früh zu gehen, wirkt schnell unhöflich.

Drittens die Gesprächsthemen. Politik am Thanksgiving-Tisch ist in vielen amerikanischen Familien ein bekanntes Minenfeld. Als Gast hältst du dich am besten heraus, auch wenn du gefragt wirst, wie man das in Deutschland sieht.

Viertens die Reste. Die Gastgeber packen dir etwas ein, und das abzulehnen ist eher seltsam. Nimm es an und bedank dich.

Und fünftens die Erwartung an den Black Friday. Viele Angebote sind gut, manche sind es nicht. Vergleich die Preise vorher, denn die Rabatte beziehen sich oft auf einen künstlich hohen Listenpreis.

Ein letzter Vergleich, der hilft, das Fest einzuordnen: Thanksgiving ist das, was bei uns Heiligabend ist. Die ganze Familie kommt zusammen, man reist dafür quer durchs Land. Nur gibt es keine Geschenke, und der Druck liegt komplett auf dem Essen. Wenn du mehr Feiertage nachschlagen willst oder diesen Thanksgiving-Ratgeber kurz vor dem Fest noch einmal brauchst, speicher dir die Seite am besten jetzt.

FAQ zu Thanksgiving

Ist Thanksgiving ein religiöser Feiertag?

Nein. Thanksgiving ist ein staatlicher, weltlicher Feiertag. Viele Familien sprechen ein Tischgebet, aber das Fest wird genauso von Atheisten, Muslimen, Juden und allen anderen gefeiert. Einen Gottesdienst wie an Erntedank gibt es nur vereinzelt in Kirchengemeinden. Du musst also keine religiösen Bräuche kennen, um als Gast mitzufeiern.

Wann ist Thanksgiving 2026 und 2027?

Thanksgiving fällt immer auf den vierten Donnerstag im November. 2026 ist das der 26. November, 2027 der 25. November. Der Tag danach ist der Black Friday, und viele Arbeitgeber geben ihn als Brückentag frei, sodass ein langes Wochenende von vier Tagen entsteht.

Was kostet ein Thanksgiving-Essen?

Je nach Haushaltsgröße und Bundesstaat liegen die Kosten für ein klassisches Festmahl für zehn Personen grob zwischen 60 und 100 Dollar. Der Truthahn ist der größte Posten, gefolgt von den Beilagen. Wer ein Menü im Restaurant bestellt, zahlt meist 40 bis 80 Dollar pro Person.

Gibt es Thanksgiving auch in Kanada?

Ja, aber an einem anderen Datum. Kanada feiert Thanksgiving am zweiten Montag im Oktober, also rund sechs Wochen früher. Die Bräuche sind ähnlich, doch der kanadische Feiertag hat eine eigene Geschichte und ist weniger aufwendig als der amerikanische.

Warum feiert man Thanksgiving überhaupt?

Der Legende nach feierten 1621 europäische Siedler in Plymouth gemeinsam mit dem Volk der Wampanoag ein Erntedankfest. Ob es genau so stattgefunden hat, ist unter Historikern umstritten. Viele Indigene begehen den Tag deshalb bewusst als National Day of Mourning, also als Trauertag. Als Gast solltest du diese Perspektive kennen und den historischen Mythos nicht ungeprüft weitererzählen.

Kann ich als Tourist an Thanksgiving etwas erleben?

Auf jeden Fall. Am besten geeignet ist die Macy's Thanksgiving Day Parade in New York mit ihren riesigen Ballonfiguren, die am Donnerstagvormittag durch Manhattan zieht. Viele Restaurants servieren ein festes Thanksgiving-Menü, und am Abend laufen im Fernsehen American-Football-Spiele. Nur mit dem Einkaufen solltest du an diesem Tag nicht rechnen.

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