Work and Travel USA: Wer darf, wie das J1 Visum funktioniert und was es kostet
Ein Working Holiday Visum für die USA gibt es nicht. Wie Work and Travel trotzdem klappt, wer das J1 Visum bekommt und welche Alternativen es für Nicht-Studierende gibt.

Work and Travel USA gibt es, aber nicht so, wie du es aus Australien oder Kanada kennst. Ein Working Holiday Visum für die USA existiert nicht. Der einzige offizielle Weg heißt Summer Work Travel. Er läuft über das J1 Visum und steht nur Studierenden offen, die an einer Hochschule außerhalb der USA eingeschrieben sind und in ihren Semesterferien kommen.
Wir Deutschen haben beim Begriff Work and Travel meist ein festes Bild im Kopf: Rucksack, ein Jahr Zeit, unterwegs mal hier und mal da jobben. Genau dieses Modell gibt es für die USA nicht. Du brauchst eine Sponsor-Organisation, ein festes Zeitfenster und in der Regel einen Job, bevor du überhaupt ein Visum beantragst. Das bedeutet weniger Freiheit, und das soll man auch ehrlich sagen. Dafür bekommst du einen Sommer, in dem du den American Way of Life nicht als Tourist erlebst, sondern als Kollege an der Kasse, im Resort oder am Strand. Für viele ist das der Einstieg in den eigenen kleinen American Dream, zumindest für ein paar Monate.
Gibt es ein Working Holiday Visum für die USA?
Nein. Das ist das größte Missverständnis rund um Work and Travel in den USA, und es kostet manche Leute viel Zeit bei der Planung. Deutschland hat Working-Holiday-Abkommen mit einer Reihe von Ländern, darunter Australien, Neuseeland, Kanada und Japan. Mit den USA gibt es kein solches Abkommen.
Ein Working Holiday Visum erlaubt dir, ohne festen Arbeitgeber einzureisen und vor Ort spontan zu entscheiden, wo und wie lange du arbeitest. Die USA kennen dieses Konzept schlicht nicht. Jede Arbeit im Land setzt ein Visum voraus, das genau zu deinem Zweck passt, und für junge Leute ohne Berufsabschluss ist das in fast allen Fällen ein J-Visum aus dem sogenannten Exchange Visitor Program, dem staatlichen Austauschprogramm.
Was Australien und Kanada anders machen
In Australien und Kanada beantragst du das Working Holiday Visum selbst, oft komplett online, und die Agentur ist optional. Ein Holiday Visum dieser Art läuft in der Regel ein Jahr, und du darfst Jobs wechseln, wie es dir passt. Kanada vergibt die Plätze über das Programm International Experience Canada, Australien über ein eigenes Visum für Working Holiday Maker. Die Altersgrenzen liegen je nach Land bei 30 oder 35 Jahren.
In den USA ist es umgekehrt. Ohne Sponsor geht nichts, die Aufenthaltsdauer ist kurz und an deine Semesterferien gebunden. Wer ein klassisches Auslandsjahr als Backpacker sucht, ist mit Australien oder Kanada besser bedient. Wer unbedingt in die USA will, muss sich auf die engeren Regeln einlassen.
Was ist Work and Travel USA über das J1 Visum genau?
Das offizielle Work and Travel Programm heißt Summer Work Travel und ist eine Kategorie des J1 Visum, das vom US-Außenministerium verwaltet wird. Die amtlichen Infos stehen auf j1visa.state.gov. Das Ziel ist ausdrücklich der kulturelle Austausch: Du sollst Land, Leute und Kultur kennenlernen, die Arbeit finanziert diesen Aufenthalt.
Das Programm wird nicht direkt vom Staat abgewickelt, sondern von zugelassenen Sponsor-Organisationen in den USA. In Deutschland arbeiten diese meist mit einer Vermittlungsagentur zusammen, die dich berät, deine Unterlagen prüft und den Kontakt zum Sponsor herstellt. Der Sponsor stellt dir am Ende das Formular DS-2019 aus, ohne das du kein J-1 Visum beantragen kannst.
Wie lange darf der Work and Travel Aufenthalt dauern?
Du darfst bis zu vier Monate arbeiten. Danach hast du eine sogenannte Grace Period, eine Nachfrist von 30 Tagen, in der du reisen, aber nicht mehr arbeiten darfst. Ein Work and Travel Aufenthalt dauert also maximal rund fünf Monate. Das ist der Teil, in dem das "Travel" seinen Platz hat: die Nationalparks, ein Roadtrip zum Grand Canyon, die großen Städte an der Küste.
Passt das zu den deutschen Semesterferien?
Hier liegt eine Falle, die viele erst spät bemerken. Das Programm muss vollständig in deine offiziellen Semesterferien fallen, und das bestätigt deine Hochschule. An deutschen Universitäten beginnt die vorlesungsfreie Zeit nach dem Sommersemester meist erst im Juli. Die amerikanische Sommersaison läuft dagegen von Ende Mai bis Labor Day Anfang September. Dein Fenster ist also kürzer als das von Studierenden aus Ländern, deren Semester früher endet. Fachhochschulen haben teils andere Zeiten, deshalb lohnt sich der Blick in den eigenen Semesterkalender ganz am Anfang der Planung.
Welche Voraussetzungen gelten für das J1 Programm?
Die Voraussetzungen für das J1 Programm Summer Work Travel sind klar geregelt, und eine gute Agentur prüft sie, bevor sie Geld von dir nimmt. Stand Oktober 2026 gilt:
- Du bist an einer Hochschule außerhalb der USA in Vollzeit eingeschrieben und studierst aktiv.
- Du hast mindestens ein Semester erfolgreich abgeschlossen.
- Dein Aufenthalt liegt komplett in den offiziellen Semesterferien.
- Du sprichst so gut Englisch, dass du im Job und im Alltag zurechtkommst. Der Sponsor prüft das, oft in einem Interview.
- Du hast eine Krankenversicherung, die den J-1-Vorgaben entspricht. Meist ist sie im Paket des Programms enthalten.
- Du hast einen Job, in der Regel vorab vermittelt oder vor der Visumbeantragung vom Arbeitgeber bestätigt.
Die Krankenversicherung ist kein Detail. Für J-Visa schreibt das US-Außenministerium Mindestsummen vor, unter anderem 100.000 Dollar pro Krankheit oder Unfall und Deckung für Rücktransport. Eine normale deutsche Auslandsreisekrankenversicherung erfüllt das nicht automatisch. Mehr zum System liest du in unserem Artikel zur internationalen Krankenversicherung für die USA.
Ab welchem Alter geht Work and Travel in den USA?
Eine gesetzliche Altersgrenze nach oben gibt es beim Summer Work Travel nicht. Die meisten Agenturen nehmen aber Teilnehmer zwischen 18 und etwa 30 Jahren. Nach unten begrenzt dich praktisch die Studienvoraussetzung: Wer mindestens ein Semester hinter sich hat, ist fast immer volljährig.
Kann ich direkt nach dem Abitur gehen?
Nein, und das enttäuscht viele. Nach dem Abitur bist du noch nicht immatrikuliert, und genau das ist die Grundvoraussetzung. Ein Gap Year zwischen Schule und Studium lässt sich mit dem J-1 Summer Work Travel nicht füllen. Für diese Phase kommen eher die Alternativen weiter unten in Frage, allen voran Au Pair oder Camp Counselor.
Wie läuft der Weg zum J-1 Visum ab?
Plane mit sechs bis neun Monaten Vorlauf. Viele Agenturen öffnen ihre Bewerbung für den Sommer bereits im Herbst des Vorjahres, und die beliebten Jobs in Nationalparks sind schnell weg.
Zuerst wählst du eine Agentur und bewirbst dich. Du reichst Immatrikulationsbescheinigung, Lebenslauf auf Englisch und oft ein kurzes Motivationsvideo ein, danach folgt das Englisch-Interview. Dann geht es um den Job: Entweder vermittelt die Agentur ihn, oder du findest ihn über Jobmessen und Online-Interviews mit Arbeitgebern, die mit dem Sponsor zusammenarbeiten.
Steht der Job, stellt der Sponsor dein DS-2019 aus. Mit der SEVIS-Nummer darauf zahlst du die SEVIS-Gebühr auf fmjfee.com, sofern die Agentur das nicht für dich übernimmt. Danach füllst du das Online-Formular DS-160 aus, zahlst die Visumgebühr und buchst einen Termin für das persönliche Interview in einer US-Vertretung in Deutschland. Nichtimmigranten-Visa wie das J1 Visum stellen die Botschaft in Berlin und die Generalkonsulate in Frankfurt und München aus.
Unbequem, aber wichtig: Seit 2025 hat das US-Außenministerium die Prüfung von Visumanträgen deutlich verschärft. Antragsteller für F-, M- und J-Visa werden gebeten, ihre Social-Media-Profile auf öffentlich zu stellen, und die Ausnahmen vom persönlichen Interview wurden stark eingeschränkt. Rechne deshalb mit längeren Wartezeiten auf einen Termin als in früheren Jahren, und buche den Flug erst, wenn das Visum im Pass klebt. Aktuelle Wartezeiten und Regeln stehen auf travel.state.gov, die sich hier kurzfristig ändern können.
Insidertipp: Lies dein DS-2019 wie einen Vertrag
Auf dem DS-2019 stehen Beginn und Ende deines Programms. Du darfst frühestens 30 Tage vor dem Startdatum einreisen und musst spätestens 30 Tage nach dem Enddatum ausreisen. Wer das Startdatum knapp nach Semesterende legt und den Rückflug nicht an die Grace Period anpasst, verschenkt Reisezeit. Mein Rat: Prüf die Daten sofort nach Erhalt, gleich die Schreibweise deines Namens mit dem Reisepass ab und lass Fehler korrigieren, bevor du das DS-160 ausfüllst. Nach der Ankunft musst du dich außerdem innerhalb der vom Sponsor genannten Frist dort melden, sonst kann dein Status im System beendet werden.
Was kostet Work and Travel in den USA, und lohnt es sich?
Die Kosten fallen vor allem vorab an, das Geld kommt erst im Sommer zurück. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Posten, Stand Oktober 2026.
| Posten | Betrag | Hinweis |
|---|---|---|
| Programmgebühr der Agentur | meist etwa 1.500 bis 3.000 Euro | mit Jobvermittlung teurer, Versicherung oft enthalten |
| SEVIS-Gebühr | $35 | reduzierter Satz für Summer Work Travel |
| Visumgebühr (MRV) | $185 | Gebühr für J-Visa seit 2023 |
| Visa Integrity Fee | bis zu $250 | 2025 gesetzlich beschlossen, Anwendung auf travel.state.gov prüfen |
| Flug hin und zurück | rund 600 bis 1.200 Euro | stark abhängig von Saison und Ziel |
| Erste Unterkunft und Startkapital | mittlerer dreistelliger Betrag | Kaution, erste Miete, Essen bis zum ersten Gehalt |
| Verdienst | meist etwa $12 bis $18 pro Stunde | je nach Staat und Job, Trinkgeld kommt dazu |
Der Stundenlohn hängt am Mindestlohn des jeweiligen Staates. Der bundesweite Mindestlohn liegt seit Jahren bei 7,25 Dollar, viele Staaten wie Kalifornien, Washington oder Florida liegen deutlich darüber. In der Gastronomie kommt Trinkgeld hinzu, das kann einen großen Teil des Einkommens ausmachen. Wie das System funktioniert, erklären wir im Artikel über Trinkgeld in den USA.
Lohnt sich das finanziell?
Ehrlich gesagt: als Sparmodell selten. In Deutschland rechnest du einen Ferienjob gegen den Nettolohn. Bei Work and Travel in den USA ziehst du Programmgebühr, Flug, Miete und Steuern ab, und wer danach noch den Reisemonat genießt, kommt oft mit plus minus null nach Hause. Mit vielen Stunden, einem Trinkgeldjob und günstiger Unterkunft beim Arbeitgeber ist ein kleiner Überschuss möglich. Die meisten machen es aber nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Erfahrungen und des Gefühls, ein Land von innen kennengelernt zu haben.
Welche Jobs gibt es bei Work and Travel in den USA, und wo wohnst du?
Die Jobs im Summer Work Travel sind saisonal und brauchen keine Ausbildung. Ausgeschlossen sind unter anderem Kinderbetreuung, Haushaltshilfe und Tätigkeiten, für die man eine Lizenz braucht. Typisch sind Stellen im Service, an der Kasse, im Housekeeping, an Fahrgeschäften oder in der Küche.
Nationalparks, Resorts und Strandorte
Die klassischen Reiseziele für Work and Travel sind die großen Nationalparks im Westen, Freizeitparks, Ferienresorts in den Bergen und Strandorte an der Ostküste. In den Lodges der Nationalparks wohnst du mitten in der Natur, hast aber oft schlechten Handyempfang und weite Wege zum nächsten Supermarkt. In Strandorten ist es lebendiger, dafür sind Mieten im Sommer hoch.
Viele Arbeitgeber bieten Unterkunft an, oft als Zimmer im Wohnheim für Saisonkräfte, deren Kosten vom Lohn abgezogen werden. Das ist bequem, aber nicht immer günstig. Lass dir vor der Zusage genau sagen, was die Unterkunft pro Woche kostet und wie weit sie vom Arbeitsplatz entfernt ist. Ohne Auto kann in den USA schon eine Strecke von drei Meilen (knapp fünf Kilometer) zum Problem werden, weil es oft keinen Bus und keinen Gehweg gibt.
Wer aus Deutschland kommt, erwartet außerdem einen Arbeitsvertrag mit fester Wochenstundenzahl. In amerikanischen Saisonjobs schwanken die Stunden mit dem Wetter und den Gästezahlen. Ein verregneter Juni kann ein dünner Monat werden.
Steuern auf den Lohn
Du zahlst in den USA Einkommensteuer auf deinen Lohn, auf Bundesebene und je nach Staat auch dort. Als J-1-Teilnehmer mit Status als Nonresident Alien bist du in der Regel von Social Security und Medicare befreit. Dafür brauchst du eine Social Security Number, die US-Sozialversicherungsnummer, die du nach der Ankunft beantragst. Wie das läuft, steht in unserem Artikel zur Social Security Number.
Nach dem Jahr, in dem du gearbeitet hast, reichst du eine Steuererklärung für Nichtansässige ein, meist mit dem Formular 1040-NR. Die Frist ist der 15. April des Folgejahres, die Formulare findest du auf irs.gov. Oft gibt es Geld zurück. Wie sich das Einkommen in Deutschland auswirkt, klärst du am besten mit einem Steuerberater, denn das hängt von deiner persönlichen Lage ab.
Welche Alternativen zu Work and Travel haben Nicht-Studierende?
Wer nicht studiert, kann das Summer Work Travel nicht nutzen. Es gibt aber andere Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt mit Arbeit, die ebenfalls über J-Visa laufen. Für alle gilt: Du brauchst einen Sponsor und ein passendes Visum, spontane Arbeit vor Ort ist nicht drin.
Au Pair
Au Pair ist die bekannteste der Alternativen. Du lebst ein Jahr bei einer Gastfamilie, betreust die Kinder und bekommst Kost, Logis und ein wöchentliches Taschengeld, das der Staat als Mindestbetrag festlegt. Die Teilnehmer müssen zwischen 18 und 26 Jahre alt sein, Erfahrung in der Kinderbetreuung nachweisen und meist einen Führerschein haben. Au Pair Aufenthalte lassen sich verlängern und eignen sich deshalb auch als Gap Year nach dem Abitur. Der Unterschied zum Work and Travel: Du bist an eine Familie gebunden und hast feste Arbeitszeiten, die Freiheit zum Reisen kommt vor allem in den Urlaubstagen. Gute Au Pair Aufenthalte hängen stark vom Matching ab, deshalb lohnt es sich, die Gastfamilie in mehreren Gesprächen kennenzulernen.
Camp Counselor
Als Camp Counselor arbeitest du als Betreuer in einem amerikanischen Sommercamp, meist rund neun Wochen. Ein Studium ist hier keine Voraussetzung, du musst aber mindestens 18 Jahre alt sein und Erfahrung mit Kindern oder eine besondere Fähigkeit mitbringen, etwa im Sport, in der Kunst oder im Wassersport. Das Camp zahlt Unterkunft und Verpflegung, das Gehalt ist eher ein Taschengeld. Danach bleibt oft Zeit zum Reisen.
Praktikum mit J1 Visum
Für ein Praktikum gibt es die J-1-Kategorien Intern und Trainee. Als Intern bewirbst du dich, wenn du studierst oder dein Abschluss weniger als zwölf Monate zurückliegt, das Praktikum darf bis zu zwölf Monate dauern. Als Trainee brauchst du Berufserfahrung und kannst bis zu 18 Monate bleiben. Für beides ist ein Trainingsplan mit dem Arbeitgeber Pflicht. Das ist kein Ferienjob, sondern ein fachlicher Auslandsaufenthalt im eigenen Berufsfeld.
Freiwilligenarbeit und warum ESTA keine Arbeit erlaubt
Viele Backpacker denken an Freiwilligenarbeit gegen Kost und Logis. Hier ist Vorsicht angebracht. Mit dem ESTA, der elektronischen Reisegenehmigung für das Visa Waiver Program, ist jede Arbeit verboten. Auch Unterkunft und Essen als Gegenleistung gelten in der Regel als Vergütung. Wer bei der Einreise sagt, er wolle auf einer Farm mithelfen, riskiert die Zurückweisung und Probleme bei späteren Reisen. Mehr dazu in unserem ESTA-Artikel. Echte Freiwilligenprogramme mit Visum gibt es, sie laufen aber ebenfalls über Organisationen und eine eigene Planung.
FAQ zu Work and Travel Amerika
Was ist Work and Travel in den USA genau?
Work and Travel in den USA bezeichnet offiziell das Summer Work Travel Programm. Studierende aus dem Ausland arbeiten bis zu vier Monate in einem Saisonjob und haben danach 30 Tage zum Reisen. Das Programm ist ein kultureller Austausch und läuft immer über einen Sponsor.
Dürfen Europäer in den USA arbeiten?
Nur mit einem Visum, das Arbeit erlaubt. Die EU-Staatsangehörigkeit bringt hier keinen Vorteil, anders als innerhalb Europas. Mit ESTA oder B2 Visum ist Arbeit nicht erlaubt. Für junge Leute sind J-Visa der übliche Weg, für Fachkräfte gibt es andere Kategorien wie H-1B oder L-1, die einen Arbeitgeber als Antragsteller brauchen.
Kann ich nach Work and Travel in den USA bleiben?
Nein, nicht über das Programm selbst. Das J1 Visum für Summer Work Travel führt nicht zur Daueraufenthaltsgenehmigung, und du musst nach der Grace Period ausreisen. Ein Wechsel in einen anderen Status von den USA aus ist in der Regel schwierig. Wer langfristig bleiben möchte, braucht einen eigenen Weg, etwa über die Diversity Visa Lottery, die Familie oder einen Arbeitgeber. Die Möglichkeiten erklären wir in unserem Artikel zur Green Card für Deutsche. Im Einzelfall hilft ein Fachanwalt für US-Einwanderungsrecht.
Gibt es Work and Travel überhaupt noch?
Ja. Das Summer Work Travel Programm besteht weiter und wird jedes Jahr von Tausenden Studierenden genutzt, die US-Regierung kann die Visumsbestimmungen aber jederzeit ändern. Prüfe den aktuellen Stand auf j1visa.state.gov und frag deine Agentur, was für den kommenden Sommer gilt.
Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, ist Work and Travel in den USA ein echtes Abenteuer mit klaren Regeln. Fang früh an, prüf deinen Semesterkalender und rechne die Kosten nüchtern durch, bevor du dich in Fotos vom Grand Canyon verliebst. Und wenn es mit dem Studium nicht passt, sind Au Pair und Camp Counselor keine Notlösung, sondern eigene Wege in dasselbe Land. Ich wünsche dir einen Sommer, an den du dich noch lange erinnerst.