Unser 8-Stunden Flug mit Kind in die USA
Puh, ich hatte total Sorge vor dem langen Flug, als wir in die USA ausgewandert sind und unsere 1-Jährige dabei hatten.
Was mache ich bloß, damit wir nicht die Leute mit dem schreienden Kind sind?
(Ja, ich weiß – Lasst die Leute reden! – aber so ganz egal ist es einem eben doch nicht.)
Wie behalte ich meine Nerven und schaffe es, dass unsere Familie nicht komplett fertig ankommt?
Jedes Kind und jede Familie sind anders, aber vielleicht habe ich ja ein paar Anregungen, die euch helfen können – oder euch zumindest mental ein bisschen Ruhe geben.
Fliegen mit Kind – Kosten:
Inlandsflug
Ist dein Kind unter 2 Jahren, kann es auf dem Schoß der Eltern sitzen und fliegt bei Inlandsflügen meist kostenfrei oder nur gegen eine geringe Gebühr mit.
Hat dein Kind einen eigenen Sitzplatz (ab einem Alter von 2 Jahren ist das bei den meisten Airlines Pflicht), zahlt es in der Regel den vollen Ticketpreis.
Internationaler Flug
Bei unserem internationalen Flug hat das Flugticket für unser Kind auf dem Schoß 10 % des Erwachsenenpreises zuzüglich Steuern und Gebühren gekostet. Hier gibt es aber natürlich Unterschiede von Airline zu Airline, wie viel Prozent berechnet werden.
Ab einem Alter von 2 Jahren zahlt dein Kind auch hier den vollen Ticketpreis und erhält einen eigenen Sitzplatz.
Mit etwas Glück bieten manche Airlines bei internationalen Flügen Rabatte für Kinder an.

Du kannst deinem Kind, auch wenn es unter 2 Jahren alt ist, einen eigenen Sitzplatz buchen (voller Preis). Es muss nicht auf deinem Schoß sitzen. Allerdings ist dies meist nur mit einem FAA-zugelassenem Kindersitz erlaubt. (Dazu später mehr).
Fliegen mit Kind – Gepäck und Kinderwagen/sitz:
Bei den meisten Airlines gilt – egal, ob das Kind auf dem Schoß sitzt oder nicht und ob es sich um einen internationalen oder nationalen Flug handelt: Kinderwagen (Stroller/Buggy) dürfen in der Regel kostenfrei mitgenommen werden, zusätzlich zum normalen Gepäck.
Du kannst diesen meist bis zum Gate bzw. sogar bis zur Flugzeugtür mitnehmen und gibst ihn dort als Handgepäck an das Bodenpersonal ab. Beim Check-in bekommst du dafür einen Zettel um den Kinderwagen. Nach der Landung bekommst du den Kinderwagen entweder direkt an der Flugzeugtür zurück (besonders bei kleinen Maschinen) oder am Sperrgepäckband (Oversized Luggage) beim Gepäckausgang.
Wichtig ist, dass der Kinderwagen den Bestimmungen der Airline entspricht. Häufig ist es erforderlich, dass er in zwei Teile zerlegbar ist. Manche Airlines verlangen auch, dass der Kinderwagen auf Handgepäckgröße zusammenklappbar ist und ein bestimmtes Gewicht nicht überschreitet.
Fliegen mit Kind – Kindersitz
Auch wenn Kinder unter 2 Jahren meist kostenlos oder vergünstigt auf dem Schoß eines Erwachsenen mitfliegen dürfen, heißt das leider nicht unbedingt, dass das für das Kind die sicherste Variante ist. Ein eigener Sitzplatz + Rückhaltesystem aka Kindersitz (z. B. FAA-zugelassener Kindersitz oder Gurt) bietet mehr Schutz bei Turbulenzen oder Notlandungen. Viele Airlines und auch die FAA (Federal Aviation Administration) empfehlen ausdrücklich, Kinder unter 2 Jahren in einem zertifizierten Kindersitz mit eigenem Platz zu sichern.
Fliegen mit Kind – Der Druckausgleich
Kinder können bewusst den Druckausgleich (Nase zuhalten und pusten) erst mit 4–5 Jahren ausführen. Jüngere Kinder können mit ein paar Tricks unterstützt werden, damit sie keine Ohrenschmerzen oder Ähnliches auf dem Flug haben. Das ist wichtig beim Start und bei der Landung, weil sich hier der Druck in der Kabine ändert. Unser Mittelohr kann sich an diesen Druck durch den aktiven Druckausgleich oder durch Schlucken und Gähnen anpassen. Je nachdem, wie alt dein Kind ist, kannst du es also stillen, ihm die Flasche oder generell Trinken anbieten oder es zum Gähnen auffordern.
Fliegen mit Kind – Essen & Trinken
Wo wir beim Thema sind: Kurz um, du darfst Babynahrung, Muttermilch, Snacks etc. immer mit an Bord nehmen – auch häufig in größeren Mengen, als du es gewohnt bist. Das heißt, Flüssigkeiten dürfen die 100 ml überschreiten.
Übrigens: Wir durften sogar die Snacks unserer Kleinen mit über die Grenze nehmen. Wir hatten es zwar dem Zoll in den USA und auch dem Flugpersonal gemeldet, aber die Info bekommen, dass Babynahrung (Gläschen und Kekse) kein Problem sei – frag aber lieber nochmal nach ;). Ach, und sagt beim Security Check einfach auch Bescheid, dass ihr etwas dabei habt, damit sie nicht überrascht sind. Unser Babygläschen wurde nochmal genau inspiziert, bringt also ruhig etwas Zeit mit.
Tipps zum Fliegen mit Kind:
Ihr seid die besten Eltern für eure Kinder und wisst somit am besten, was für euch funktioniert. Deshalb sind das hier nur Anregungen. Ich hoffe, sie haben euch dennoch geholfen.
Ich werde diesen Beitrag updaten, denn auch meine Kinder werden älter, und ich werde möglicherweise neue Ideen und Tipps zum Teilen für euch haben.



